Neuseeland Nordinsel


Infos zu Neuseeland und zur Nordinsel Neuseelands (auf das unterstrichene Wort klicken)

Dies ist bereits mein letzter Blog aus Neuseeland. Morgen fliegen wir nach Sydney – die Blogeinträge ab Mittwoch findest du im Menü Australien Ostküste. In Neuseeland sind wir der Schweizer Zeit 12 Stunden voraus, in Sydney dann nur noch 10 Stunden.

Es hat auch heute zeitweise wie aus Kübeln geschifft. Deshalb haben wir den letzten Tag in Neuseeland im Auckland Museum verbracht. Das Museum ist so gross und beinhaltet so viele verschiedene Ausstellungen unter einem Dach, dass wir uns darin problemlos mehrere Stunden beschäftigen konnten. Im Starkregen sind wir dann in einem Uber-Taxi zurück zum Hotel – in der Rush-hour dauerte die Fahrt länger als der Hinweg zu Fuss. Damit wir nicht nochmals in den Regen mussten haben wir im hoteleigenen Restaurant namens Berlinchen gegessen. Ich hatte drei Sorten Bratwürste mit Brezel, Kartoffelstock und Sauerkraut ☹️ – Schwamm drüber. Nachfolgend letzte Bilder aus dem Museum und aus Auckland.

Das Wetter heute Vormittag war zum Vergessen. Es hat geregnet und war kühl. So haben wir es ziemlich gemütlich angegangen, Wäsche gemacht und gelesen. Am Mittag haben wir uns dann aus der Wohnung gewagt – dies v.a. weil wir beide Lust auf Dim Sum hatten. Nachdem unsere Mägen gefüllt waren haben wir ganz kurz beim Weta Workshop (u.a. Bau von Filmkulissen und Filmfiguren, Auckland Filiale) und bei All Blacks Experience (Rugby) vorbeigeschaut und sind dann zur Auckland Art Gallery. Dort sind wir dann etwas länger geblieben und haben Kunstwerke aller Art bestaunt. Da der Regen aufgehört hat sind wir anschliessend via Albert Park zum Hafen und haben dort in einem Restaurant mit schöner Aussicht mit einem Glas Wein noch etwas Zeit verbracht.

Explore Tiritiri Matangi Island – diesen Ausflug haben wir uns nicht entgehen lassen, auch wenn wir einmal mehr gefühlt mitten in der Nacht aufstehen mussten. Nach der 90minütigen Fahrt durch den Hauraki Golf kamen wir auf der Insel an. Auf dem Schiff haben wir eine geführte Tour gebucht. Diese war durchaus lohnenswert. Mehrere Führer mit Gruppen aus maximal 8 Personen führten auf einer mehr als zweistündigen Tour durch einen Teil der Insel. Diese war im 19. und frühen 20. Jahrhundert fast vollkommen entwaldet und danach landwirtschaftlich genutzt worden. Vor knapp 50 Jahren wurde damit begonnen, den ursprünglichen Zustand der Insel wieder herzustellen. Wälder wurden aufgeforstet und auch die ehemals sehr vielfältige Vogelwelt entstand und nach wieder – zum Teil auf natürlichem Weg, zum Teil half der Mensch nach, indem Vogelpaare auf der Insel ausgesetzt wurden. Auch der Tuatara wurde wieder auf die Insel gebracht und hat damit ein weiteres Habitat gefunden. Wir haben verschiedene nur in Neuseeland vorkommende Vogelarten in der Wildnis beobachten können, immer gut erklärt durch unseren Führer Neil. Neil hat uns auch viele Besonderheiten aus der Natur gezeigt und uns die Augen für die versteckten Schätze der Natur geöffnet.
Unser Aufenthalt auf der Insel betrug 6 kurzweilige und allzu schnell vorbeigehende Stunden, und schon hiess es, das uns zurück nach Auckland CBD bringende Schiff zu besteigen. Nach der Ankunft haben wir am Hafen ein feines Nachtessen verdient, welches wir mit einem Drink in einer Bar mit Sicht auf die belebte Hafengegend abschlossen.

Heute hat Carole am Vormittag den Gottesdienst zum Weltgebetstag besucht. Nachmittags hatte sie einen Termin bei der Pedicure.
Ich hatte für heute den Coast to Coast Walk geplant. Der Weg führt vom Stadtzentrum am Pazifik zu einem Vorort am Tasmanischen Meer und ist rund 13 km lang. Ich konnte leider nur etwa die Hälfte des Weges laufen. Unterwegs besuchte ich den Albert Park und die Wintergardens. Danach verliess ich den vorgesehenen Weg und machte mich auf zum Hörzentrum zur Behandlung meiner Ohren. Zum Glück kam ich zu früh an, denn aus der vorgesehenen halben Stunde für die Visite wurde es eine 50minütige Behandlung (die mich behandelnde Frau war am Schluss wohl mehr erleichtert als ich!) – Kosten: Bescheidene 60 NZD (35 SFR). Ich kann wohl bald einmal ein weltweites Abo lösen, denn nach Tasmanien und der Südinsel Neuseelands habe ich mich nun schon zum dritten Mal einer Microsuction unterziehen müssen. Nun höre ich wieder (fast) alles,
Abends haben wir Alex, einen guten Bekannten Caroles aus ihrer Teenagerzeit, getroffen. Er hat uns abgeholt und in einem andern Stadtteil haben wir in einem italienischen Restaurant Pasta gegessen und geplaudert.

Den Schalttag haben wir teilweise hoch oben verbracht: Vormittags sind wir auf den Sky Tower. Der Tower ist mit 328 Metern Höhe ein Wahrzeichen Aucklands – für uns zusätzlich ein Wegweiser, wohnen wir doch nur rund 200 m vom Turm entfernt und finden so auch ohne Stadtplan leicht zurück zu unserer Wohnung. Mit dem Lift kommt man bis zum Sky Deck auf 220 m Höhe. Von dort aus kann man zuschauen, wie einige Mutige den Skywalk absolvieren, ein Spaziergang auf einem draussen zwischen Himmel und Erde liegenden Gitter rund um den Turm. Noch mutiger sind ein paar Wenige, die viel Geld ausgeben für einen Sprung, eine Art Base Jump, aus 194 m Höhe. Wir haben auf solches verzichtet und die tolle Aussicht bis zu einer Entfernung von 80 km genossen und uns in der Skybar hoch über der Erde verwöhnt.
Nachmittags haben wir das Maritime Museum besucht. Einmal mehr: Die Museen in Neuseeland sind meistens ausgezeichnet aufgebaut. Beispiel: Ein Teil erzählte die Geschichte von Neuseelands Einwanderern. Der erste Raum war wie ein Schlafraum unter Deck eines 200 jährigen Auswandererschiffs gestaltet. Der Boden bewegte sich auf und ab und die Wände knarrten – gerade so, wie das die Leute damals auf ihrer Fahrt von Europa nach Neuseeland erlebt haben mussten. Die Enge, die Düfte, die Langeweile und die Ängste kann man sich allerdings nur vorstellen. Viele persönliche, schriftlich festgehaltene Erzählungen, Objekte und Modelle brachten uns trotzdem der bewegten Seefahrtgeschichte der letzten 200 Jahre näher.
Und noch das: In unserem Alter fühlt man sich in der Regel jünger als man ist. Bis man dann wieder einmal eins auf den Deckel kriegt, gerade so wie heute. Wir sind gemütlich am Hafen spaziert als uns vier ca. 18Jährige anhielten und fragten, ob sie uns fotografieren dürften. Sie müssten im Rahmen einer Studie einige ältere Ehepaare fotografieren, die schon lange zusammen seien. Und ob wir uns für das Foto gerade auch noch küssen würden?

Nein, ich habe den Reiseblog nicht vergessen. In einer Stadt gibt es aber so viele Ablenkungen, dass das tägliche Schreiben manchmal zu kurz kommt.
Wir sind nun schon drei Tage in Auckland. Die Stadt heisst in der Sprache der Maori „Tamaki Makaurau“, was so viel wie „Eine junge Schönheit mit 100 Liebhabern“ bedeutet. Nachdem wir am Montag das Stadtzentrum ausgekundschaftet haben, benutzten wir den Dienstag – Regen, Regen, Regen – und den Mittwoch – viel Sonne – um mit dem Hop On Hop Off die etwas weitere Umgebung kennen zu lernen. Wir sind heute auch noch auf den Mount Eden, einen der 53 inaktiven Vulkan auf denen Auckland liegt, gelaufen. Mit seinen 196 Metern ist er die höchste Erhebung Aucklands und von oben aus bietet sich eine wunderbare Aussicht über die Stadt, ihre Vororte und die angrenzenden Meere. Man sieht auf der einen Seite den Pazifik, auf der andern Seite das Tasmanische Meer, dazwischen mehrere Vulkankegel. Echt spannend.

Früh um 06.20 Uhr weckte uns der Wecker. Wir mussten frühzeitig zum Bahnhof, wo wir unsere Koffer dem Zugpersonal abgeben mussten. Unser Zug, der Northern Explorer, fuhr pünktlich um 8 Uhr los. Die 11-stündige Fahrt von Wellington nach Auckland führte über 680 km. Unterwegs kamen oft Durchsagen zu Städten, landschaftlichen Sehenswürdigkeiten und zur Geschichte. Das Angebot an Essen war klein, aber fein – wir bereuten es nicht, kein Essen mitgetragen zu haben. Gemütlich aus dem Fenster schauend genossen wir die vorbeiziehende Landschaft. Nach der Ankunft um 7 Uhr nahmen wir ein Taxi zu unserer kleinen Wohnung im Zentrum der Stadt, richteten uns ein und verputzten noch je ein grosses Guinness im nahen Irish Pub. Die nachfolgenden Bilder durch das nicht ganz saubere Zugfenster sind leider alle leicht umscharf.

Gegen Mittag sind wir bei unserem Hotel in Wellington angekommen – insgesamt haben wir in den letzten dreieinhalb Wochen mit dem Camper 3’578 km zurückgelegt. Die Besitzerin des Wohnmobils erwartete uns bereits. Die Rückgabe von Albie war unkompliziert und schnell. Wir informierten Linda über die verschiedenen Macken von Albie – bei einem 14jährigen Fahrzeug mit 315’000 km auf dem Buckel eigentlich kein Wunder.
Nach dem Bezug unseres Hotelzimmers haben wir eine Ausstellung zur Schlacht von Gallipoli besucht. Diese hat bei den Australiern und den Neuseeländern zu sehr grossen Verlusten geführt. Der Jahrestag der Landung in Gallipoli (25. April) wird heute noch als ANZAC Day gefeiert (ANZAC: Australian and New Zealand Army Corps). Die Ausstellung war ohne Beschönigung sehr direkt dargestellt mit Infotafeln, Filmen, Karten, Berichten und Briefen von Soldaten und Offizieren und hat den ganzen Irrsinn des Krieges vor Augen geführt. Man mag sich gar nicht vorstellen, wie es in der Ukraine aussieht.

UWir nähern uns unserem Ziel, Wellington. Heute sind wir von Napier aus 250 km Richtung Süden gefahren. Im Städtchen Greytown haben wir einen kleinen Campingplatz gefunden, der nur noch 80 km nördlich von Wellington liegt. Nach einen Spaziergang durch Greytown und dem Bezug des Campings haben wir unsere Koffer gepackt und die Abgabe des Fahrzeugs vorbereitet. Am Abend haben wir Resten gegessen und unseren Weinvorrat ausgetrunken 🍷😋.

Nach unserem zweitägigen Aufenthalt in Taupo haben wir uns wieder an die Pazifikküste begeben. Auf dem Weg von Taupo nach Napier durchquerten wir ein Gebiet, in welchem sehr viele weisse Schmetterlinge herumflatterten. Es wirkte fast wie vom Himmel fallende, tanzende Schneeflocken. Nach der Ankunft in Napier haben wir auf einem längeren Spaziergang zunächst die Stadt erkundet und uns anschliessend mit einem thailändischen Essen gestärkt.

Für heute hatten wir den Besuch des National Aquarium of New Zealand sowie einen geführten Rundgang durch die Art-déco Stadt gebucht. Vormittags marschierten wir zunächst vom Camping Richtung Aquarium. Beim Überqueren einer Strasse, den Stadtplan in der Hand, hielt ein Polizeiauto neben uns. Wo wir hinwollten, kam die Frage aus dem heruntergekurbelten Seitenfenster. Wir erklärten, dass wir auf dem Weg zum Aquarium seien, worauf das Polizistenpaar uns zum Einsteigen einlud – sie würden uns hinfahren (es war doch noch ein recht langer Weg). Mitten auf der Kreuzung stiegen wir also ins Polizeiauto und kamen so zu einer ganz speziellen Taxifahrt – die Polizei, dein Freund und Helfer!
Das Aquarium war dann, wie alle Museen in Neuseeland, sehr informativ. Wir hätten noch Stunden bleiben können, aber wir mussten rechtzeitig zur Art-déco Führung im Stadtzentrum sein. Napier wurde nach dem verheerenden Erdbeben von 1931 im Art-déco-Stil neu aufgebaut und gilt heute weltweit als einer der besten im Art-déco Stil erhaltenen Orte. Die Führung war dann ebenfalls sehr informativ. John, unser Führer, erzählte und erklärte mit Herzblut, nicht nur von den Art-déco Gebäuden und ihren Verzierungen, sondern er wusste uns auch mit Geschichten von Personen zu fesseln. Ausserdem konnten wir einzelne Gebäude auch von Innen ansehen. Napier, das ist uns nun klar, war den Abstecher nach Osten wert.

Wir bleiben einen weiteren Tag in Taupo. Heute haben wir uns für eine längere Wanderung zu den Huka Falls entschieden. Den richtigen Fussweg zu finden war gar nicht so einfach, denn die Wegmarkierung fehlte grossteils, oder wenn eine kam, war die richtige Interpretation fast eine Kunst. So marschierten wir zuerst prompt in die falsche Richtung. Der Weg war eher schlecht und als uns ein Paar aus Holland entgegen kam erkundigten wir uns nach ihrem Ziel. Sie seien auf dem Weg zu den Huka Falls und wir fragten uns nun, ob diese flussaufwärts oder flussabwärts sind. Eine Ortsansässige wies uns dann auf den richtigen Weg – wir mussten aber zuerst einige hundert Meter zurück. Danach hatten wir entlang des Waikato Rivers eine abwechslungsreiche Wanderung durch Flussauen, durch dichte Vegetation, mal hoch über dem Wasser, dann wieder fast dem Ufer entlang. Als wir die Huka Falls erreichten, waren wir recht beeindruckt. Rund 200’000 Liter Wasser pro Sekunde tosen durch eine enge, nur 15 Meter breite Schlucht bevor sie rund 11 Meter in die Tiefe fallen. Wir konnten uns vom Schauspiel, welches uns die Natur hier anbot, fast nicht lösen. Irgendwann aber machten wir uns doch auf den Rückweg. In einer kleinen Flussbucht legten wir einen Halt ein. In der betreffenden Bucht mündet der Otumuheke, ein Bach mit heissem Wasser. Da konnten wir einem Bad nicht widerstehen, stiegen zuerst in den eher kühlen Waikato River und schwammen zur Mündung des kleinen Bachs. Das Wasser wurde auf dem Weg zur Bachmündung allmählich wärmer. Das warme Wasser des Otumuheke fällt über eine etwa zweimetrige Stufe in den Waikato River. Wir standen in den kleinen Wasserfall, welcher schon fast Badewannentemperatur hatte, überaus angenehm nach der langen Wanderung.
Wie schon in Rotorua kommt auch hier an vielen verschiedenen Stellen warmes Wasser aus dem Erdinnern – Taupo liegt auf einem erloschenen Vulkan. Nach der Rückkehr auf den Campingplatz haben wir nochmals ein erfrischendes Bad im Pool mit warmem, in der Nähe gefassten Mineralwasser genossen.

Von Orere Point aus sind wir Richtung Süden bis nach Taupo gefahren. Unterwegs kamen wir wegen Baustellen mehrmals in einen Stau – die Neuseeländer lassen bei Strassenbaustellen den Verkehr auch mal längere Zeit warten. Wir sind dennoch rechtzeitig in Taupo angekommen, denn für den späten Nachmittag hatten wir einen Segeltörn auf dem Lake Taupo zu den Maori Rock Carvings, Mine Bay, gebucht. Leider aber ist am Nachmittag schlechtes Wetter mit viel Wind aufgezogen. Das Schiff, mit dem wir segeln sollten, ist rechtzeitig im Hafen angekommen – die vor uns mitfahrenden Gäste waren jedoch von oben bis unten nass. Deshalb, eben weil es draussen zu unruhigen Seegang hatte, mussten wir auf das Segelschiff verzichten und mit einem kleineren Motorboot vorlieb nehmen. Unsere Fahrt wurde dann auch noch recht abenteuerlich. Sobald wir nämlich nach draussen auf offene See kamen, nahm der Wind an Stärke zu, die Wellen wurden höher und höher und unser Schiffchen schaukelte bedenklich. Es ging oft steil hinauf und dann gleich wieder steil hinab ins nächste Wellental. Die Gischt schlug öfters über uns hinweg – Carole und ich sind glücklicherweise von Anfang an ins kleine Schiffinnere gesessen. Den Wellen trotzend erreichte unser Schiffchen die Mine Bay. Unruhig auf und ab schaukelnd betrachteten wir die Kunstwerke und versuchten Fotos zu machen. Mit etwas Glück ist das einigermassen gelungen.

Nachdem ich etwas gerechnet habe, muss ich den Blog vom Sonntag noch ergänzen:

  • Der Gemeinderat hat entschieden, die Kapitalkosten vom EW zu verzinsen und so Mehreinnahmen für dem Gemeindehaushalt von SFR 600’000 zu generieren. Dieses Geld kommt leider nicht wie Manna vom Himmel. Wer das wohl bezahlt? Richtig, wir Bürgerinnen und Bürger, einfach nicht unter dem Titel Steuern. SFR 600’000 entsprechen 3.16 Steuerprozenten.
  • Der Grundsteuersatz soll von 4 auf 6 Promille erhöht werden, was Mehreinnahmen von SFR 480’000 ergibt. Dies entspricht 2.52 Steuerprozenten.
  • Des Weiteren soll der Steuerfuss um 3 Prozent erhöht werden.

Summa summarum werden im Budget Mehreinnahmen im Umfang von fast 9 Prozent verlangt, einfach unter verschiedenen Titeln. Zusammen mit der letztes Jahr genehmigten Steuererhöhung um 2 Prozent wären das dann sogar fast 11 Prozent! Und Ch. Sepin kündigt gleich weitere Erhöhungen an.

Letztes Jahr wurde eine Steuererhöhung von 10 Prozent an der Bürgerversammlung mit überaus deutlichem Mehr verworfen. Und jetzt das. Herr Sepin, das ist eine Zwängerei, wollen Sie uns für dumm verkaufen?
Leider bin ich an der Bürgerversammlung nicht da – ich würde jedoch dafür plädieren, das Budget nochmals abzulehnen. Zuerst soll der Gemeinderat endlich den Bürgerwillen ernst nehmen und sparen.

Ich befinde mich an der Pazifikküste Neuseelands und muss mir jetzt einen Ärger von der Seele schreiben. Nicht etwa über Neuseeland, sondern betreffend Beilage zum Mitteilungsblatt von letzter Woche.

Der Bund hat aktuell ein Milliardendefizit. Trotzdem verkündet die Finanzministerin KKS, dass Steuererhöhungen tabu seien und verlangt Sparmassnahmen. Der Kanton St. Gallen schlägt sich auch immer mal wieder mit Defiziten herum und gleist dann jeweils Sparpakete auf. 

Und in Au? Hier ist seit Längerem ein Defizit absehbar. Trotzdem kleckert der Gemeinderat munter mit Ausgaben drauf los. Wenn es dafür einen Beweis gebraucht hätte, so hat der Rat diesen mit der 12seitigen Broschüre prompt geliefert. Einziger Zweck der Broschüre ist, dem Bürger zu zeigen, dass Sparen in Au nicht möglich sei. Ich habe schon letztes Jahr an der Bürgerversammlung gesagt, dass Einsparungen möglich seien – wenn man will. Aber eben, der Gemeinderat Au will das nicht.

In der Broschüre verkündet er keck, „Der Gemeinderat schöpft seit Jahren alle ihm zur Verfügung stehenden und seiner Einschätzung nach verkraftbaren Sparmöglichkeiten aus.“ Stimmt so sicher nicht. Beispiele:

  • Seit 2023 kommen alle Gemeindemitarbeitenden in den Genuss von netto zwei zusätzlichen Ferientagen. Das zusätzlich zur Lohnerhöhung. Gesprochen ohne Not und vor dem Hintergrund des grossen Budgetdefizits. Sparen? Ach wo!
  • Sicher ist auch aufgefallen, dass der Gemeindepräsident seit letztem Jahr ein neues Auto auf Kosten der Steuerzahler fährt. Zu Beginn seines neunten Amtsjahres hat er somit bereits sein drittes Fahrzeug auf unsere Kosten bekommen. Das Erste war ein BMW mit dem Gemeindelogo drauf. Das Zweite ein BMW ohne Gemeindelogo – warum eigentlich macht der Gemeindepräsident für unsere schöne Gemeinde keine Werbung mehr? Alle andern Gemeindefahrzeuge tragen das Auer Gemeindelogo. Die Bürgerschaft hat letztes Jahr das Budget abgelehnt und klar gemacht, dass Sparen erwartet wird. Und was passiert: Wenige Wochen nach der Budgetrückweisung bezieht der Gemeindepräsident sein neues Fahrzeug. Au ist Energiestadt und im Mitteilungsblatt werden wir regelmässig über umweltschonendes Verhalten belehrt. Ist das Ausrangieren von noch sehr gut erhaltenen Fahrzeugen energiestadtkonform und wie verhält es sich mit der Vorbildwirkung des Gemeindepräsidenten? 
  • Und noch ein Wort zur Broschüre: Nebst Druck und Vertrieb stecken viele Arbeitsstunden in der Schrift: Texte schreiben, Berechnungen vornehmen, Layout erstellen. Und vermutlich hat noch ein externer Berater mitgeholfen. Was das alles wohl gekostet hat? Vielleicht gibt der Gemeindepräsident an der Vorversammlung Auskunft über diesen Ausgabenposten, der meiner Meinung nach nur dazu dient, die Bürger zu verunsichern und über den Tisch zu ziehen. Sparen? Ach wo! 
  • Im Alters- und Pflegeheim Hof Haslach verteilt Gemeindepräsident Sepin Kaderboni. Das belastet das Budget zwar nicht, denn die betreffenden Ausgaben werden bei den Pensionärinnen und Pensionären ungefragt über die Taxen eingezogen. Ein Betrag pro Person, der deutlich höher ist als die Serafe-Gebühren, über welche wir bald abstimmen dürfen. Dieser Ausgabenposten hätte im Geschäftsbericht offen gelegt werden müssen und die Bürgerschaft hätte die betreffende Ausgabe streichen können, so das St. Galler Amt für Gemeinden. Ch. Sepin jedoch hat den betreffenden Betrag im Geschäftsbericht unsichtbar gemacht, denn Boni sind auch ein Machtinstrument.

Im Übrigen: Bei frei verfügbaren Mitteln von nur SFR 200’000 kann tatsächlich nicht viel gespart werden. Damit wird in der Broschüre die Aussage über jahrelange Sparmassnahmen gleich widerlegt.

Die Broschüre ist nicht nur unnötig, sondern auch unvollständig. In der Zusammenstellung der Projekte fehlt z.B. das Neubauprojekt der Schule. Auch dieses wird die Steuerrechnung deutlich merkbar belasten. In der Summe betragen die Zusatzkosten der geplanten Projekte mehr als 10 Steuerprozente. In der Broschüre droht der Gemeindepräsident daher gleich weitere Steuererhöhungen an – nachdem er letztes Jahr mit den ursprünglich gewünschten 20% und später mit den 10% gescheitert ist, versucht er es jetzt mit einem Stakkato an Erhöhungen, wohl bis er das Gewünschte hat und er seine Bauagenda realisieren kann. Weiter fällt auf, dass fast alle Bauprojekte der Zusammenstellung im Dorf Au geplant sind. Wo bleibt Heerbrugg?

Sparen können wir z.B. indem wir Projekte zurückstellen, unsere Strassen weniger vergolden und das Strassenerneuerungsprogramm zeitlich strecken. Das aber will Herr Sepin nicht. Schliesslich soll unsere Gemeinde attraktiv bleiben. Aber bleibt sie das, wenn der Steuerfuss jedes Jahr steigt und alles zugebaut wird?

Der Vorvorgänger von Ch. Sepin, Walter Grob, wurde abgewählt. Müssen wir Ch. Sepin auch weggroben, oder nimmt er den Sparauftrag der Bürgerschaft endlich ernst?

Auch das Lesen des spannenden Artikels von Stefan Millius (klicken) zum Thema ist überaus lohnenswert.

Wir haben heute von der Küste am Tasmanischen Meer zur Pazifikküste in Orere Point gewechselt. Wie immer haben wir unterwegs viele schöne Landschaften durchquert.

Wir sind nun definitiv auf dem Weg Richtung Süden, da wir am kommenden Samstag den Camper in Wellington abgeben müssen. Von Ahipara aus wollten wir über den Highway Nr. 1 Richtung Süden fahren. Wir standen extra früh auf, da die geplante Route relativ lang war. Nach rund 40 km stellten wir fest, dass die Strasse gesperrt war. Uns blieb nichts anderes übrig, als zurückzufahren und danach den Umleitungspfeilen folgend einen grossen Umweg in Kauf zu nehmen. Nach rund vierstündiger Fahrt erreichten wir den  Waipoua Forest . In diesem Wald befinden sich die grössten noch existierenden Kauribäume. Von ihnen gilt Tāne Mahuta („Herr des Waldes“) als grösster und ältester Baum – er ist rund 2000 Jahre alt. Sein Stamm bis zum Beginn der Krone misst 17.7 m, die gesamte Höhe beträgt 51.5 m. Der Umfang vom Stamm beträgt 13.8 m. Wir haben extra Halt gemacht um diesen Baum zu sehen – man kommt beim Anblick des Riesen direkt ins philosophieren. Leider ist auch dieser Baum wir alle Kauribäume wegen eines Pilzes gefährdet und wir mussten daher vor dem Betreten des Waldes die Schuhe säubern und desinfizieren. Danach sind wir weiter nach Dargaville, in dessen Nähe Bayley mit einem sehr schönen Strand liegt.

Eine Autostunde südlich von Pukenui liegt Ahipara. Bei Ahipara beginnt der Ninety Mile Beach, ein nicht enden wollender breiter Sandstrand, der fast bis hinauf zum Cape Reinga reicht. Hier liegt auch die Shipwreck Bay – bei Ebbe kann man mehrere Schiffswracks sehen. Schwimmen im Meer ist hier leider nicht möglich, zu stark sind die Strömungen unter Wasser. Auf dem Campingplatz von Ahipara haben wir – trotz zeitweisem Regen – einen gemütlichen Tag verbracht.
Neulich habe ich mir ein paar neue Slippers gekauft: Nun muss ich einerseits meinen gestreiften Füssen wohl noch etwas Sonne gönnen und anderseits hat Carole nicht mit meinem Kauf gerechnet und ist unbeabsichtigt und unbemerkt wie auf dem Foto losgelaufen (blau gehört mir).
Hier in Neuseeland hat eine Hütchenfabrik das grosse Geschäft gemacht. Jedenfalls sieht man diese in Unmengen, bei jeder Baustelle stehen sie im Einmeterabstand stramm am Strassenrand. Wir haben wohl schon mehrere Tausend gesehen.

Cape Reinga stand auf unserer To Do Liste. Das Kap liegt ganz im Norden der Nordinsel. Es hat für die Maori eine wichtige spirituelle Bedeutung und die Landschaft am Kap ist auf jeden Fall ein Besuch wert. Um das Kap zu erreichen mussten wir von Waitangi aus eine grössere Strecke zurücklegen und nach dem Besuch des Kaps rund 60 km zurück fahren. Auf dem Rückweg haben wir noch einen Abstecher zu den Te Paki Sanddünen gemacht. Diese Dünen sind bis rund 300 m hoch. Man kann ein Surfbrett mieten und auf dem Sand nach unten sausen. Da wir keine Lust auf Sand in unseren Kleidern hatten, haben wir es beim Zuschauen gelassen und sind dann weiter zum kleinen Ort Te Kao gefahren. Dort gibt es angeblich eine der weltweit feinsten Glacés. Das mussten wir natürlich probieren. Sie war tatsächlich recht gut, vor allem aber RIESIG. Ich habe zwei Kugeln bestellt – diese waren aber so gross wie ich noch nie eine Glacé hatte. Es war direkt schwierig alles aufzuschlecken 😋😋😋
Heute übernachten wir auf einem kleinen familiären Campingplatz in Pukenui.

Heute hatte unser Camper einen weiteren freien Tag. Wir sind am späten Vormittag zu Fuss nach Paihia und haben von dort aus die Fähre nach Russell genommen. Glücklicherweise haben wir die Waitangi Treaty Grounds gestern besucht, denn heute ankerten in der Bucht of Islands zwei grosse Kreuzfahrtschiffe. In Russell haben wir einen Rundgang gemacht und u.a. die älteste Kirche (Baujahr 1836) Neuseelands besucht. In der Aussenwand sieht man immer noch Einschusslöchter vom Krieg von 1845 zwischen den Maori und den Engländern. Damals wurde Russell als „Hellhole of the Pacific“ (Höllenloch des Pazifik) bezeichnet – dies wegen den vielen rauhen Walfängern, geflohenen Sträflingen aus Australien und desertierten Seeleuten. Auf dem Friedhof erkennt man anhand alter Grabsteine die Bevölkerungsstruktur im 18. Jahrhundert.

In Waitangi ist ein Besuch der Waitangi Treaty Grounds sehr zu empfehlen. Warum? Hier wurde am 6. Februar 1840 der Vertrag zwischen den Maori und den Briten unterzeichnet. Dies wird heute als Gründungstag Neuseelands betrachtet. In einem interessanten Museum kann man das Zusammenwachsen der beiden total unterschiedlichen Gesellschaftssysteme nachverfolgen. Im Treaty House ist der Vertragsentwurf und die erste Flagge Neuseelands entstanden. Daneben wurde 1940 aus Anlass der 100-Jahrfeier eine kunstvoll mit Schnitzereien verzierte Versammlungshalle der Maori eröffnet. Gleichzeitig wurde auch ein „ceremonial waka“ (Kanu, früher waren das Kriegskanus) fertiggestellt. Das ebenfalls reich verzierte Kanu ist weltweit das grösste seiner Art. Es bietet Platz für 72 Maori-Paddler und wird einmal jährlich (am Nationalfeiertag vom 6. Februar) ins Meer gelassen. Die Wiese vor den beiden Gebäuden kann als Rütliwiese Neuseelands bezeichnet werden.
Wir haben uns zu Beginn unseres Besuches einer geführten Tour angeschlossen. Dank eines Kopfhörers, den alle Teilnehmenden trugen, konnte den Ausführungen gut gefolgt werden. Teil der Tour war auch eine 30minütige kulturelle Vorführung der Maori.
Und dann noch das: Nach der Führung gingen wir ins Gartenrestaurant vor Ort. Zuerst hat sich dort eine Spinne auf mich abgeseilt (Spinne am Mittag – Freude am dritten Tag!). Kurz darauf hat eine Möwe hinter mir einen eleganten Bogen geflogen und zielgerichtet einen grossen Haufen Mövenkacke auf meinen Rücken platziert. Voll aus dem Flug heraus! Man sagt, das bringe Glück 😕🙂. Naja – wir werden sehen. In drei Tagen kann ein Lottojackpot geknackt werden. Ich werde es versuchen.

Heute Vormittag haben wir eine Waldwanderung zu den Whangarei Falls gemacht. Der Waldweg war gesäumt von Coastal Redwood und Kauri Bäumen. Die Kauri sind in ihrem Restbestand wegen einer Krankheit bedroht, alle Besucher des Waldes müssen daher die Schuhe desinfizieren. Auf dem Hinweg trafen wir drei solcher Desinfektionsvorrichtungen an. Der Whangarei Wasserfall über eine Höhe von 26 Metern war recht hübsch anzusehen.
Auf der Weiterfahrt haben wir an einem Traumstrand namens Tutukaka mit schönster Aussicht aufs Meer gepicknickt bevor wir weiter nach Waitangi gefahren sind. Angekommen auf dem Camping haben wir uns rasch eingerichtet und sind zu Fuss in den Nachbarort Paihia zum Nachtessen.

In Whangarei befindet sich das Hundertwasser Art Centre. Friedensreich Hundertwasser lebte von 1973 bis zu seinem Tod im Jahr 2000 in der Nähe der Stadt. Das Hundertwasser Art Centre wurde nach seinen Plänen errichtet und es enthält viele seiner Originalwerke. Wir haben das Museum heute Nachmittag besucht und waren von der Vielfalt der Werke Hundertwassers beeindruckt. Mit seiner Einstellung zur Umwelt und seinen – heute würde man sagen grünen – Ideen war er seiner Zeit weit voraus.
Auf der Fahrt von Leigh nach Whangarui nahmen wir eine Nebenstrasse, nicht ahnend, welche Überraschung diese bereit halten würde. Plötzlich kam nämlich eine Tempobeschränkung auf 40 kmh, dann war es aus mit der geteerten Strasse. Eine Tafel “Extreme Vorsicht, einspurige Strasse mit Ausweichstellen“ wies auf das Bevorstehende hin. Über eine teilweise einspurige Schotterpiste ging es um viele Kurven steil bergab. Umkehren war nicht möglich und so schlichen wir uns mit dem alten Camper vorsichtig nach unten.

Der heutige Tag war gänzlich unspektakulär. Von Paeroa aus sind wir nach Leigh gefahren. Unterwegs durchquerten wir Neuseelands Hauptstadt Auckland. Der Verkehr entsprach der Grösse der Stadt – man (Carole) fuhr über dutzende Kilometer in einer dreispurigen Kolonne, immerhin ohne Stau. In Leigh angekommen haben wir die Sonne genossen, einen Bummel hinab zum Meer gemacht und im Take Away neben unserem Camping den Bauch gefüllt. Das wars.

Von Coromandel aus haben wir die Coromandel Halbinsel umquert. Dabei mussten wir mehrere Hügelzüge auf kurvigen, steilen Strassen überqueren. Die Bremsen an unserem Camper haben ihren Dienst getan. Dafür ist das Problem mit der sich öffnenden Seitentür wieder aufgetreten. Und dann hat Albie eine neue Macke: Nach einem Halt wollten wir das Fahrzeug starten – kein Wank. Zweiter und dritter Versuch – nichts. Stossgebet und ein vierter Versuch, Albie läuft wieder. Hurra!
Nun sind wir in Paeroa. Auf dem Weg hierher haben wir in einer nahe gelegenen Schlucht Halt und einen Spaziergang im ehemaligen Goldminengebiet gemacht. Nach dem Überqueren von zwei Hängebrücken und einem kleinen Anstieg kamen wird zu den in die Schlucht führenden Schienen der ehemaligen Bahn. Die mit goldhaltigem Gestein gefüllten Mulden wurden damals mit Pferden aus den Stollen und zu den Verarbeitungsplätzen gezogen. Entlang unseres Weges gingen wir durch stockdunkle Bahnstollen – Kindheitsträume wurden geweckt – und konnten aus Stollenfenstern jeweils einen Blick in die Schlucht werfen.

Heute sind wir als Erstes mit unserem Camper in die Reparaturwerkstatt. Das Problem mit den Türen konnte mit ein wenig Fett behoben werden (hoffen wirs!). Die nicht mehr so gut funktionierenden Bremsen dürfen noch maximal 5000 km gebraucht werden bevor die Bremsbeläge ersetzt werden müssen. So fahren wir halt einfach etwas vorsichtiger – wir haben noch schätzungsweise 3000 km vor uns.
Rund 4 km vom Camping entfernt befindet sich die Driving Creek Railway (DCR). Es handelt sich um eine abenteuerlich in den Urwald gelegte Schmalspurbahn. Die Spurweite beträgt nur 381 mm, Steigung teilweise 7 ‰. Sie überwindet 110 Höhenmeter auf 2,7 km. Die Bahn hat u.a. 3 Tunnels, 5 Spitzkehren und die möglicherweise weltweit einzige Doppelstockbrücke, die im Zuge derselben Bahnstrecke zweimal auf verschiedenen Ebenen befahren wird. Bei der Bergfahrt überquert die Bahn die untere Brückenebene und nach einer Kehre die obere. Bei den Spitzkehren muss der Lokführer aussteigen, die Weiche von Hand umstellen und zum andern Ende der Bahn gehen, wo er einen zweiten Führerstand hat. Eine Spitzkehre ist ganz besonders: Ihr Ende befindet sich auf einer brückenartigen Konstruktion, die in grosser Höhe über ein Tal ragt. Die Bahn wurde von einem Töpfer gebaut um Ton und Holz für seinen Ofen zu holen. Nicht verwunderlich, dass sich entlang der Bahnstrecke viele kunstvolle Töpferarbeiten befinden. Ich vermute auch, dass beim Bau die Arbeiter grossen Durst hatten, sind doch viele der steilen Borde mit leeren Flaschen gesichert.

Wir sind seit bald 5 Monaten unterwegs. Bisher ist alles gut gelaufen. Allerdings haben wir mit dem Camper, mit dem wir aktuell unterwegs sind, nicht gerade Glück gehabt. Die Liste der Unzulänglichkeiten wird immer grösser:
– Sauberkeit: Das Fahrzeug war nicht richtig geputzt, überall war noch Sand vom Vormieter. Der Boden der Bratpfannen war voller eingebrannter Resten, der Mob löste sich bei der ersten Berührung auf, etc. 
– Eine Zierleiste löste sich ab – wir mussten sie zuerst flicken.
– Der Reifendruck war zu tief, wir mussten bei erster Gelegenheit Luft nachfüllen.
– Die Rückfahrkamera funktioniert nur, wenn man vorwärts fährt. Das ist natürlich ausgesprochen hilfreich, wenn man rückwärts einparkieren muss.
– Die Wasserleitungen sind nicht dicht: Sobald die Wasserpumpe eingeschaltet ist tropft es aus dem Wasserhahn, in der Dusche und auch in einem Schrank. Folge: Wir können weder WC, Dusche noch das Lavabo benutzen.
– Die Hintertür blockiert von Zeit zu Zeit. Sie lässt sich dann nicht öffnen. Toll!
– Die Seitentür entsperrt und öffnet sich um einige Millimeter während der Fahrt, warum wissen wir nicht. Es kommt dann jeweils ein Hinweis auf nicht geschlossene Türen.
– Heute Vormittag kam plötzlich die elektronische Warnung, dass die Bremsbeläge ersetzt werden müssen. Evtl. bekommen wir morgen Vormittag einen Termin in einer Garage.
Was bringt der 14jährige „Albie“ mit 312000 km auf dem Buckel wohl als nächste Überraschung?
Trotz allem sind wir heute nach 220 km Fahrt wohlbehalten in Coromandel angekommen.

Vormittags wollten wir im Rotoruasee baden. Diese Idee haben wir vor Ort schnell aufgegeben – einerseits war der See zu wenig tief und anderseits konnte es unter den Füssen schnell richtig heiss werden. Wenn man im Wasser mit den Füssen nur wenige Zentimeter Sand wegscharrte stand man fast wie auf glühenden Kohlen. Erstaunlich, dass das Wasser trotzdem eher kühl war, die dünne Sandschicht isoliert offenbar genügend.
Heute feierte Neuseeland den Nationalfeiertag, den Waitangi Day. In Waitangi wurde am 6. Februar 1840 ein Vertrag zwischen den Maori und die Briten unterzeichnet. Dieser Vertrag gilt heute als Gründungsdokument Neuseelands, obwohl sein Inhalt nicht unumstritten war. Der 6. Februar wird seit 1974 als öffentlicher Feiertag mit vielen Veranstaltungen im ganzen Land gefeiert. Wir haben uns in Rotorua für ein Konzert mit inbegriffenem Abendessen angemeldet. Dieses fand in einer modernen Versammlungshalle der Maori statt. Wir haben drei Stunden Musik genossen und dazwischen ausgiebig vom Menüangebot Gebrauch gemacht.

Heute haben wir Whakarewarewa besucht. Whakarewarewa ist ein Geothermalfeld und gleichzeitig eine Maorigemeinde in Rotorua. Der vollständige Name lautet Te Whakarewarewatanga O Te Ope Taua A Wahiao, übersetzt Der Versammlungsplatz für die Kriegszüge von Wahiao. Wir haben eine Führung durch das Maoridorf und durch das Geothermalfeld gebucht und dabei viele Interessante Infos bekommen. Nach der Führung haben wir vor Ort gleich noch eine kulturelle Vorführung mit Maoritänzen besucht. Mit einem Rundgang durch das Thermalfeld mit vielen blubbernden Tümpeln, kochend heissen Teichen, Geysiren und Rauchschwaden sowie einem allgegenwärtigen Schwefelgeruch haben wir unseren Besuch in Whakarewarewa abgeschlossen. Auf dem Rückweg zu unserem Camping machten wir im Zentrum von Rotorua Halt, erkundeten das dieses und belohnten uns mit einem feinen Essen auf der „Fressmeile“ von Rotorua.

Nach gemütlichem Frühstück sind wir zuerst nach Cambridge gefahren und haben das Zentrum der Stadt erkundet. Den auf Stadtgebiet liegenden Lake Tee Ko Utu haben wir umwandert. Unterwegs sind wir zu einem Bowlszentrum mit mehreren Aussenbahnen gekommen. Es waren gerade zwei Bowls Spiele im Gang. Wir haben zugeschaut und ein anwesendes Bowlsclubmitglied hat uns die Regeln für das Spiel erklärt.Später sind wir nach Rotorua gefahren und haben uns auf dem dortigen Camping eingerichtet. Da Rotorua auf einem Vulkan gebaut wurde, gibt es viele heisse Quellen, Pools, und Geysire. Es riecht auch nach Schwefel. Unser Campingplatz hat drei heisse Pools, wir haben gleich nach unserer Ankunft zwei davon ausprobiert. Der Erste war etwa 37 Grad warm, der Zweite gar 42 Grad heiss. Der Campingplatz liegt an einem See. Gräbt man am Ufer ein paar Zentimeter in die Tiefe wird es schnell heiss. Man kann sich so seinen eigenen warmen Pool graben – dafür hatten wir allerdings keine Lust.

Einziger Punkt auf der heutigen Tagesordnung war eine Hobbit Location Tour. Die Anfahrt ins Waitomo (=Wasserloch) Tal betrug rund 100 km. Da wir bereits um 09.45 dort sein mussten, hiess es einmal mehr früh aufstehen und losfahren. Wir erreichten unser Ziel bereits um 09.30 Uhr. Unsere Führerin, Susi, war schon vor Ort – sie stattete mich sogleich mit einem Hut aus dem Hobbit Film aus, Stock und Schwert von Gandalf, auch Carole erhielt ein Schwert aus dem Film. Dann wurden gleich Fotos geschossen. Es kamen dann noch vier junge Männer aus Frankreich dazu, offensichtlich alle Hobbit Fans. Zu sechst ging es dann auf die Tour zu den verschiedenen Drehorten. Unterwegs erzählte Susi viele interessante Details zu den Filmaufnahmen, z.B. dass für die wenigen Filmminuten 8 Monate Vorbereitungszeit nötig waren und dann während 3 Monaten gedreht wurde. Nötiges Personal vor Ort: 500 Personen, dazu 50 Pferde und Ponys. Man kann sich vorstellen, was das an einem so abgelegenen Ort an logistischem Aufwand bedeutete. An mehreren Originalschauplätzen durften wir Szenen nachstellen und fotografieren. Carole und ich überliessen das meistens den vier Hobbitfans. Nebst Szenen für „The Hobbit: An Unexpected Journey“ wurden auch noch Szenen für die Filme „Lord of the Rings, The Rings of Power“ und Greenwood the Great in TV-Serien gedreht.
Die Landschaft in und um die Drehorte war absolut der Hammer. Ohne dass viel nachgeholfen werden musste, war die märchenhafte Stimmung an den meisten Drehorten nicht künstlich geschaffen worden.
Vor der Rückfahrt machten wir noch einen Abstecher zu den Waitomo Falls. Vor Ort mussten wir feststellen, dass der Weg zum Wasserfall aus Sicherheitsgründen gesperrt war. Wir haben das Schild dann grosszügig ignoriert (Englisch verstehen wir nicht) und haben uns auf den Weg zum Wasserfall gemacht.

Wir sind nun auf dem Camping in Cambridge. Die Strasse ab Taumarunui führte wieder durch liebliche Landschaften, die trotz Regen und stark bewölktem Himmel ihren Reiz hatten. Wir wählten nicht den direkten Weg, sondern fuhren vial Hamilton, wo wir wir die Hamilton Gardens besuchten. Die Hamilton Gardens sind international ausgezeichnet und verfügen über 21 verschiedene thematische Gartenteile – italienischer, indischer, chinesischer, ägyptischer Garten, Fantasie Garden, etc. Der Besuch hat uns begeistert, siehe Fotos (wie immer kann ich nur einen Teil der vielen Aufnahmen hochladen).

Heute haben wir den Forgotten World Highway unter die Räder genommen. Die Strasse von Stratford nach Taumarunui ist rund 150 km lang, führt über 4 Bergsättel, durch einen nicht asphaltierten, einspurigen, lichtlosen Tunnel und ist schmal und kurvig bis zum geht nicht mehr. Rund 11 km der Strasse ist nicht asphaltiert. Dieser Teil hätte Ende letzten Jahres asphaltiert werden sollen, ist es aber nicht, sondern die Arbeiten sind momentan in vollem Gang, was wir jedoch nicht wussten. Als wir uns nach etwa 80 zurückgelegten Kilometern der betreffenden Stelle näherten, sahen wir plötzlich ein rotes Schild mit der Information, dass die Strasse vor uns gesperrt sei. Meine Überlegung war, dass Ende des letzten Jahres nach Abschluss der Bauarbeiten das Schild vergessen wurde, und dass ein Umkehren und über eine alternative Route zum Ziel fahren einen Umweg von mindestens 200 km bedeutet hätte. Also kehrte ich nicht um. Kurz darauf nochmals ein Schild mit der gleichen Info. Keck fuhr ich weiter, schliesslich spreche ich deutsch und nicht englisch. Dann sah ich erste Arbeiter, einer davon zeigte mit dem Daumen nach oben, Bestätigung für mich, dass ich weiterfahren darf. Dann kam die nicht asphaltierte Strasse. Eine wahre Schotterpiste. Unterwegs immer wieder Baumaschinen, einmal musste uns ein Bagger Platz machen und einmal ein Lastwagen. Etwas später kam uns ein Lastwagen mitten auf der Schotterpiste in grossem Tempo entgegen. Dessen Fahrer wusste wohl, dass die Strasse gesperrt ist, weshalb er keine Touristen im Wohnmobil erwartete. Nichts passiert, ausser dass ich noch mehr aufpasste. Am Ende der 11 km Schotterpiste sahen wir auch auf der andern Seite die roten Schilder und die Strasse war abgesperrt. Aber alles gut gegangen und wir hatten die Rüttlerei hinter uns 😃.
Die Landschaft entlang des Forgotten World Highway war traumhaft schön und der Weg hat sich alleweil gelohnt. Auf halbem Weg, noch vor der Strassensperre, kamen wir in einen kleinen Ort namens Whangamomona. Der Ort erklärte sich 1989 aus Protest gegen die Obrigkeit unabhängig und rief die Republik aus. Whangamomona ist damit die weltweit kleinste Republik. In einem der wenigen Häuser ist ein altes Hotel, in welcher man gegen ein kleines Entgelt von 2 NZD einen Stempel in den Pass bekommt. Diese 2 Dollar haben wir investiert, nun haben wir einen ganz besonderen Stempel im Pass.

New Plymouth war unser heutiges Ziel. Auf dem Hinweg zeigte sich der Mount Taranaki, ein Vulkan in fast perfekter Kegelform, immer wieder zwischen den Wolken. Mit 2514 Meter erreicht er die Höhe vom Säntis und wenn man ihn von Meereshöhe aus sieht, ist er schon recht eindrucksvoll. Wir sind ausgiebig durch Plymouth gelaufen und dann gegen Abend wieder zurück auf unseren Campingplatz in Stratford. Leider haben wir in Stratford das bekannte Glockenspiel verpasst.

Tagwacht war heute schon um 06.30 Uhr, da wir um 8 Uhr den Campervan übernehmen konnten. Dieser ist wieder ein Mercedes Sprinter, aber ein bisschen kürzer als unser letzter Van in Australien – Länge nur 5.80 Meter, in Australien war er 7.5 Meter lang. Man merkt das kürzere Fahrzeug schon, im Innenraum ist es enger und etwas umständlicher beim Kochen und Schlafen. Dafür ist das Fahrzeug etwas einfacher zum Fahren.
Von Wellington aus fuhren wir durch hügelige Landschaften bis Stratford, wo wir auf dem Camping einen Platz reserviert hatten. Gesehen von Stratford haben wir noch nicht viel, da wir nach unserer Ankunft zuerst den Innenraum vom Camper reinigen und alles Geschirr abwaschen mussten – die Vormieter hatten es mit mit der Sauberkeit nicht so genau genommen. Ausserdem mussten wir feststellen, dass die Wasserleitung nicht dicht und in der Frontscheibe ein kleines Loch ist. Na ja, man kann nicht immer Glück haben …..
Übrigends ist Stratford nach dem Geburtsort von Shakespeare benannt und viele Strassen tragen hier Namen von Figuren aus seinen Stücken – das haben wir zumindest bei der Anfahrt zum Camping bemerkt.
Auf dem Weg nach Stratford haben wir in Waverley Halt gemacht und die Bronzestatue von Kiwi, dem berühmten und besten Rennpferd, das Neuseeland jemals hervorgebracht hat, betrachtet.

Unser letzter Tag in „Windy Welly“. Wir haben das Wellington Museum besucht und sind nochmals ein bisschen durch die Stadt geschlendert. Um halb fünf haben wir Yvette und Rolf getroffen. Sie wohnen auch im Rheintal und bereisen zur Zeit ebenfalls die Nordinsel Neuseelands. Nach dem Nachtessen in einem chinesischen Restaurant haben wir den Tag bei einem Glas Wein ausklingen lassen und Yvette und Rolf zum Bus begleitet. Wer weiss, vielleicht gibt es nochmals ein Rheintaler Treffen auf Neuseeländischem Boden. Und wenn nicht, wünschen wir Yvette und Rolf weiterhin gute Reise, bleibt gesund und geniesst die Zeit in den Ländern von Down Under!

Windy Welly! Es ist immer noch sehr windig. Wir haben daher heute Vormittag unsere Wäsche gemacht und für die ersten Tage mit dem Camper, den wir am Dienstag übernehmen werden, geplant. Nachmittags sind wir mit der 610 Meter langen Standseilbahn zu einem auf auf 122 Meter Höhe liegenden Stadtteil von Wellington gefahren. Von dort genossen wir eine wunderbare Aussicht über die Stadt. Bevor wir durch den Botanischen Garten wieder ins Stadtzentrum schlenderten haben wir im ehemaligen Kabelhaus die Geschichte der Standseilbahn und ihrer Technik kennen gelernt und die alten Wagen angeschaut. Im Botanischen Garten hat uns erneut die intensive Farbenpracht der Blumen begeistert. Kurz vor dem Erreichen vom Stadtzentrum führte der Weg durch einen Friedhof aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die Inschriften auf den rund 150 Jahre alten Grabsteinen haben manches Drama offen gelegt. Die ersten Siedler hatten wahrlich ein überaus hartes Leben!

Leider erfuhren wir am Vormittag, dass Carmen Koelmeyer Williams an einem Gehirntumor verstorben ist. Wir haben Carmen Mitte Dezember besucht, sie hatte uns für eine ganze Woche ihr Auto ausgeliehen. Damals wusste sie noch nichts von ihrer Krankheit. So schnell kann es gehen. Rest in Peace, Carmen.
Windy Welly – das ist der Spitzname, den die Neuseeländer ihrer Hauptstadt Wellington geben. Dies hat zwei Gründe: Einerseits ist der Wind in Wellington oft recht stark und er wird durch die Hochhäuser in den Strassen noch verstärkt. Diesem Spitznamen hat Wellington letzte Nacht und heute Vormittag alle Ehre gemacht. Der Wind pfiff durch die Strassen und in der Nacht musste ich aufstehen, weil der Wind in unserem Zimmer ein Fenster aufdrückte. Anderseits hat Wellington den Übernamen wegen der hiesigen Politik bekommen.
Wir haben heute einen Teil vom Museum of New Zealand Te Papa besucht. Uns interessierte v.a. die Kultur der Maori. Wie lernten u.a. wie die Maori von den Südseeinseln her nach Neuseeland kamen (sie waren vor 800 Jahren die ersten Menschen, die Neuseeland besiedelten), wie sie navigierten und die Meere befuhren.
Abends haben wir das Musiktheaterstück The Supper Club besucht. Ali Harper, die Sängerin, hat mit einer guten Stimme und vielfältigen Songs die Zuhörer begeistert. Wir hatten einen Superplatz in der vordersten Reihe direkt auf Höhe der Bühne. Ali Harper ist von der Bühne zwei Mal in den Zuschauerbereich gekommen – einmal als Femme fatale ist sie singend auf meinen Beinen gesessen. Carole hat nicht gewagt ein Foto zu machen 😊

Mit dem Besuch einer Schoggifabrik (diese Verführung wartete sinnigerweise in der Eva Street) begann der Tag ausgesprochen süss und er endete mit einer Waffel mit Oreo und weisser Schoggi ebenfalls süss. Dazwischen verbrachten wir die meiste Zeit im Zoo von Wellington. Abends auf dem Heimweg hörten wir mehr als eine Stunde dem Konzert einer Strassenband zu. Die Band setzte sich aus drei Jungs im Alter von nur ca. 15 Jahren zusammen. Ihre Rockmusik fesselte nicht nur uns, sondern die Schar der stehen bleibenden Zuhörer wurde grösser und grösser und die Spendenbüchse der drei Jugendlichen wurde von Minute zu Minute voller. Während wir zuhörten tauchten plötzlich drei uniformierte Polizisten auf. Wir dachten schon, sie würden das Konzert abbrechen, aber sie pickten eine Frau mitten aus den Zuhörern, legten ihr Handschellen an und führten sie ab. Weiss der Kuckuck warum.

In einer unbekannten Stadt lohnt sich stets ein geführter Stadtrundgang. So bekommt man eine gute Übersicht und Informationen zu Sehenswürdigkeiten. Um 10 Uhr startete unser Rundgang in einer kleinen Gruppe von 14 Personen. Zweieinhalb Stunden wanderten wir mit John, unserem Führer, kreuz und quer durch die Stadt, blieben immer mal wieder stehen und lauschten den Erklärungen von John. Diverse Sehenswürdigkeiten haben wir uns für einen späteren Besuch vorgemerkt. Eines davon, das alte Regierungsgebäude mit Baujahr 1876, haben wir am Nachmittag nochmals aufgesucht. Es hat uns besonders beeindruckt, ist es doch das grösste aus Holz gebaute Gebäude der südlichen Hemisphäre und das Zweitgrösste weltweit. Es war auch das erste Gebäude weltweit, in welchem ein absolutes Rauchverbot galt. Interessant im Gebäude ist u.a. die hängende Treppe, natürlich auch aus Holz. Im ersten Stock befindet sich der Kabinettsaal. In diesem leiteten frühere Premierminister ihre Kabinettssitzungen, zum Teil auch am Sonntag oder spät abends. Wir konnten es nicht lassen, uns im Kabinettsaal am Kabinettstisch auf einen der altehrwürdigen Sessel zu setzen und einen Eintrag ins Gästebuch zu machen.
Gegen Abend besuchten wir kurz die City Gallery Wellington und begaben uns dann ans Meer, wo wir den Tag bei einem Glas Wein ausklingen liessen.
In Australien und auch in Neuseeland ist man sehr auf Sicherheit erpicht. So findet man z.B. bei Fussgängerampeln manchmal eine Anleitung wie diese zu benutzen ist! Umso mehr erstaunt hat uns heute, als wir eine Busfahrerin (des öV, der Bus war nicht leer) sahen, die fahrend genüsslich eine Glace schlürfte.

Der öV (Zug und Fähre) ist hier etwas kompliziert. Man muss sich rechtzeitig um ein Billett bemühen und dann gibt es ein Einchecken wie auf dem Flughafen. So war heute um 10 Uhr das letzte Einchecken für die Fähre von 11 Uhr. Da uns das Taxi zu spät abholte, waren wir natürlich auch nicht vor 10 am Schalter. Weil wir noch nicht da waren wurden wir bereits um 10.01 Uhr vom Fährunternehmen angerufen!
Die Überfahrt über die oft stürmische Cook Strait verlief ruhig. Nach unserer Ankunft kurz vor 14 Uhr hatten wir genügend Zeit um die Umgebung unseres Hotels, das im Herzen von Wellington liegt, zu erkunden. Das belebte Zentrum liegt direkt vor unserer Haustür, insbesondere auch viele verschiedene Restaurants aus allen Gegenden der Welt. Nachdem wir auf der dünn besiedelten Südinsel eher einseitige Menüvorschläge antrafen, fühlen wir uns hier schon fast wie im Schlaraffenland. Nachdem wir seit Wochen keine Pasta, die ihren Namen verdient, hatten, suchten wir eine italienische Pasteria auf. Mmh. Und erst das Dessert: Ich glaube, ich hatte noch nie eine so gute Panna Cotta.

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