Malaysia 2


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Dies ist voraussichtlich der letzte Blog. Am Mittwoch brechen wir mittags nach einem Brunch bei Granny zu unserer Heimreise auf. Wir landen am Donnerstagmorgen um 06.10 in Zürich.
Die beiden Ursulas und Andrea sind bereits letzten Donnerstag zurück in die Schweiz. Am Freitag fand die Abdankungsfeier für Charles im Buddhistischen Tempel von Brickfields statt und am Samstag wurde seine Asche vor Klang dem Meer übergeben. Leider verpasste ich wegen eines starken Hustens die beiden Anlässe. Ich vertrieb mir die Zeit mit schwimmen, lesen und dem einen oder andern Spaziergang in der Hitze, welche seit einiger Zeit ganz Südostasien im Griff hat. In den Wetterprognosen wird täglich vor extremer Hitze gewarnt. Die gemessenen Temperaturen betragen tagsüber maximal etwa 35 Grad und nachts nicht unter 27 Grad. Wegen der Luftfeuchtigkeit ist die gefühlte Temperatur tagsüber knapp 45 Grad (in der Schweiz gibt es den vergleichbaren Windchilleffekt, der uns im Winter die Temperatur deutlich kälter fühlen lässt als die gemessenen Werte zeigen). Bei der aktuellen Hitze sind Klimaanlagen natürlich willkommen. So sind z.B. die Züge so stark herunter gekühlt, dass man fast eine Jacke verträgt und beim Aussteigen die Brillengläser sofort anlaufen. Spätnachmittags bringen regelmässig heftige Gewitter verbunden mit starken Niederschlägen etwas Abkühlung.
Am Dienstag wollte ich nochmals ins Stadtzentrum fahren. Daraus wurde nichts, da ich in der Nacht auf Dienstag von Hustenanfällen wie noch nie geplagt wurde. Während Stunden war Schlafen nicht möglich und der Husten war zeitweise so stark, dass ich kaum Zeit für das Atmen hatte. Richtig beängstigend. Erst gegen 5 Uhr morgens konnte ich ins Bett und so bin ich heute sogar freiwillig zum Arzt, denn mit einem derartigen Husten wäre Fliegen unmöglich gewesen. Die Konsultation ergab leichtes Fieber und einen entzündeten Hals. Mit Antibiotika, fiebersenkenden Tabletten, einem Hustensirup und Hustentabletten verliess ich die Praxis um umgerechnet 16 Franken leichter. In der Schweiz hätte ich dafür wohl das 20-fache bezahlt. Jetzt packe dann zum letzten Mal auf unserer Reise den Koffer. Die letzten acht Monate gingen viel zu schnell vorbei – ich würde sie am Liebsten gleich wiederholen. Natürlich hoffe ich, dass ich dich mit meinem Blog nicht gelangweilt habe. Ich danke Karen und Christian für das Hüten von Jaya und dem Erledigen unserer Post, ganz besonders aber meiner lieben Frau Carole – sie hat, angefangen von den ersten Planungen bis zur Reise mit den vielen Hochs und den wenigen Pannen, alles mitgemacht. Gegen Schluss der Reise haben wir sogar noch erfahren dürfen, dass wir nach unserer Rückkehr zum ersten Mal Grosseltern werden. Wir sind nun wirklich geriatic gypsies geworden.
Jetzt müssen nur noch die rund 11’000 Flugkilometer und die Fahrt ins Rheintal gut gehen, es ist der Rest von unserer Reise über rund 66’000 km.
Tschüss! Bye bye! Selamat Tinggal!

Wir geniessen die Tage mit Ausflügen, Treffen mit verschiedenen Bekannten (natürlich jedes Mal verbunden mit einem opulenten Essen) und Schwimmen auf dem 42. Stock.
Am Donnerstag sind wir mit Grab zu den Batu Caves, wo wir wie immer von der farbenprächtigen indischen Tempelkultur beeindruckt waren. Auf dem Rückweg verfuhr sich unsere Grab-Chauffeuse mehrmals, dabei hätte ich so dringend aufs WC müssen (Dünnpfiff liess grüssen). Abends gab es ein grosses Essen in einem nahe gelegenen Thai-Restaurant. Am Freitagmittag trafen wir weitere Bekannte zu einer üppigen Mahlzeit. Am Samstagmorgen begann der Tag mit einer andern Köstlichkeit – wir wurden mit Appam verwöhnt. Spätnachmittags schlenderten wir durch den Markt in der Petaling Street und auf dem Heimweg machten wir Halt in der Bar vom Hotel Sheraton (wegen des mich plagenden Durchfalls kam ich fast mit vollen Hosen dort an, aber glücklicherweise konnte ich mich gerade noch rechtzeitig in ein Frauen-WC (!) retten 🥲😇). Im obersten Stock feierten Carole und ich zusammen mit Martin und den Girls den zivilen 40igsten Hochzeitstag. Am Sonntag sind wir in aller Herrgottsfrühe los. Ziel war ein nahe gelegener Morgenmarkt – siehe Bilder. Am Abend besuchten wir mit Martin ein weiteres Veganer-Restaurant – ich schaute den Essenden zu, da ich wegen dem hartnäckigen Durchfall aufs Essen verzichtete. Gestern Montag gabs mittags bei Granny ein opulentes Abschiedsessen für Martin – er ist abends zurück in die Schweiz geflogen. Ein Besuch vom Pasar Seni – die Girls Ursula K., Ursula Z. und Andrea kaufen gefühlt den halben Markt leer 🙂- und ein Bier im Kopitiam rundete unseren Nachmittag und Abend ab. Heute gabs zum Frühstück in unserer Wohnung Früchte und Kueh, dann sind wir nach Brickfields zur Vorbereitung der Abdankungsfeier für Charles, Caroles letzten November verstorbenen Cousin. Das nahe gelegene Little India haben wir natürlich nicht ohne entsprechende Mahlzeit vom Bananenblatt verlassen. Am frühen Abend besuchten wir einen weiteren Nachtmarkt, schauten bei Granny vorbei und beerdigten den Tag mit Gin und Rum in unserer Wohnung – und, hurraaaa, der Durchfall ist nach 5 Tagen endlich weg!

Wie die Zeit vergeht! Am letzten Freitag sind Andrea Gächter, Ursula Kühnis und Ursula Zoller hier eingetroffen. Sie belegen im gleichen Gebäude wie wir, aber 20 Stockwerke höher oben, eine Airbnb-Wohnung. Zusammen machen wir gemeinsame Ausflüge, geniessen das feine malaysische Essen und treffen uns entweder morgens vor dem Frühstück oder abends vor dem Schlafen zu einem Schwumm im 42. Stock.
Gestern haben wir die Petronas-Towers besucht und sind mit dem Lift nach oben, zuerst auf die Skybridge und danach hoch ins 86. Stockwerk, 375 Meter über dem Boden. Leider zog während unseres Besuchs ein Unwetter über die Stadt, sodass die sonst tolle Aussicht ziemlich reduziert war. Wir habens trotzdem genossen. Geplant war auch ein Besuch des PNB 118, mit 644 Meter Höhe aktuell das höchste Gebäude in KL. Leider ist dieser Turm im Innenausbau noch nicht ganz fertig und kann erst ab nächstem Jahr besucht werden. Zwei weitere noch höhere Türme sind in Planung.
Heute sind wir ins Kuala Gandah Elephant Conservation Centre, gut 100 km von KL entfernt. Unser Führer, Zali, hat uns mit seinem Chauffeur mit einem Kleinbus um 9 Uhr abgeholt und den ganzen Tag im Centre betreut. Wir kamen in engen Kontakt mit den Elefanten und durften diese füttern. Unvergessen, wie die Elefanten das anschliessende Bad im Fluss genossen haben. Für mich war der Genuss leider leicht reduziert, da sich gestern ein Käfer in meinem Verdauungssystem breit gemacht und mich zu mehreren Spurts zum WC gezwungen hat. Zwei Immodiumtabletten sorgten aber dafür, dass ich trotzdem mit konnte, allerdings von Wallungen im Magen geplagt.

Wir sind nun seit einer Woche in PJ und geniessen, dass wir nicht mehr täglich packen müssen. Spaziergänge, Schwimmen und Besuche bekannter Orte sind inzwischen wieder zur Routine geworden. Aufpassen müssen wir nur, den Schirm beim Verlassen der Wohnung bei uns zu haben – Unwetter ziehen manchmal schnell auf und dann giesst es wie aus Kübeln, blitzt und donnert es direkt über uns, richtige kurze tropische Unwetter. Am Montag war sogar eine Strasse vor unserem Haus einen halben Meter unter Wasser.
Die Fäden von Caroles genähter Wunde wurden am Freitag entfernt und meinen Ohren geht es auch besser – die Tropfen mit Antibiotika, täglich zwei bis drei Mal in die beiden Gehörgänge geträufelt, haben der Pilzinfektion endlich den Garaus gemacht (hoffe ich wenigstens).
Gestern wurde ich um 07.15 vom Taxi abgeholt. Samy und ich sind zum Flughafen um unseren Jüngsten, Martin, abzuholen. Er wird die nächsten zwei Wochen bei uns verbringen. Am Freitag werden dann noch drei Kolleginnen von Carole in PJ eintreffen.
Gestern Abend haben wir den Night Market besucht. Wie immer für alle Sinne ein Genuss. Wir haben uns mit Früchten eingedeckt und sind auf dem Heimweg noch ins nahe gelegene Kopitiam bevor wir kurz vor 22 Uhr zu einem Schwumm aufs Dach sind.

Gestern Montag sind wir von Sydney nach Kuala Lumpur (KL) geflogen. Da der Flug tagsüber stattfand war kaum an Schlaf zu denken, und so verging die Zeit trotz Film, Lesen und Lösen von Sudokus nur im Zeitlupentempo. Am Schluss kreiste der Flieger noch eine halbe Stunde, gefühlt eine halbe Ewigkeit. In der Kabine war es fast stockdunkel und draussen war ein Blitzen und Wetterleuchten. Wegen der Dunkelheit im Flugzeug war das Auf und Ab des Fliegers leicht unangenehm. Nach der Landung ging die Immigration dank der neuen elektronischen Visa recht schnell, allerdings war der Weg vom Flugzeug zum Zoll wegen Bauarbeiten im Flughafen nicht einfach zu finden. Die neuen Visaformulare müssen seit Anfang dieses Jahres in den letzten drei Tagen vor der Ankunft ausgefüllt werden. Zuverlässig wie immer hat Samy uns abgeholt und zum The Hub in Petaling Jaya (PJ) gefahren, wo wir um 23 Uhr ankamen. Es reichte so gerade noch für ein Bier.
Heute haben wir uns in unserer Airbnb-Wohnung zuerst fertig eingerichtet. Im nahe gelegenen Kopitiam bekam ich danach meine bevorzugten Paus und Teh Tarik bevor wir zu Caroles Mutter rüber sind. Rechtzeitig vor dem anziehenden Gewitter konnte ich im Pool auf dem 42. Stock noch ein paar Runden schwimmen.
NB: Der Zeit in der Schweiz sind wir jetzt nur noch 6 Stunden voraus.

15. April 2024
Flug von Sydney nach Kuala Lumpur:
13.05 Abflug ab Sydney
20.00 Landung in Kuala Lumpur

Heimflug via Singapur 15./16. Mai 2024:
20.15 Abflug ab Kuala Lumpur
06.10 Landung in Zürich