Malaysia 1


Neben The Hub ist ein chinesischer Tempel. Seit Tagen werden dort Vorbereitungen für The Nine Emperor Gods Festival gemacht. So wurden z.B. hunderte Laternen den Strassen entlang aufgehängt, welche in der Nacht fröhlich leuchten. Am Samstag gingen die Festivitäten dann los und sie werden 9 Tage dauern. Wir waren beim Start dieses Taoistischen Festes dabei – was für ein farbenfrohes und lautes Spektakel. Nebst dem Drachentanz und weiteren von Trommelwirbeln begleiteten religiösen Darbietungen gab es spät in der Nacht (!) einen Umzug. Das Trommeln werden wir nun bis zu unserer Abreise nach Australien hören. Nachfolgend einige Bilder vom Start der Festivitäten.
Am Montagabend sind wir in ein grosses, nein riesiges Einkaufszentrum um neue Schuhe für Carole zu kaufen. Es hatte darin gefühlt gleich viele Schuhläden wie im ganzen Kanton St. Gallen. Wir haben einen nach dem andern abgeklappert. Glücklicherweise hatte Carole irgendwann Hunger und so hat sie sich zu guter Letzt doch noch für eine Paar entschieden. War ich erleichtert!
Und dann noch das: In Malaysia werden ältere Personen mit grossem Respekt behandelt. So wird ein älterer Herr mit Uncle angesprochen, eine ältere Dame mit auntie. Nicht dass ich mich zu den Älteren zugehörig fühle, aber in der MRT kann’s schon mal passieren, dass ein jüngeres Fräulein aufsteht und dem Uncle ihren Platz anbietet. Oder heute war ich einer Dame auf ihrem Roller im Weg und da zirpte es von hinten „Uncle“.
Am Dienstag feierte Carole Geburtstag. Daher haben wir mittags ein vorzügliches Sri Lankisches Essen genossen und abends im Copitiam (wo der Uncle und die Auntie inzwischen bekannt sind) noch ein, zwei, drei Bier getrunken.

Eindrücke vom Nine Emperor Gods Festival:

Schuhe und Geburtstagskind:

Am Donnerstag sind wir vormittags mit Rosalind durch den Taman Tugu gewandert. Das Stück Urwald liegt inmitten von KL und obwohl wir früh am Morgen los gingen, wurde es bald drückend heiss und feucht. Erstaunlich war, dass von der Stadt kaum etwas zu hören war da die Geräusche vom Urwald alles andere übertönten.
Am Freitag stand der Bird Park auf meinem Programm. Auf dem Hinweg kam ich an der grossen Moschee im Zentrum von KL vorbei – kurz vor Beginn des Freitagsgebets. Hunderte von Motorrädern (es gab kaum ein Durchkommen), Massen von Männern auf dem Weg zur Moschee, aber auch manche Frauen. Auffallend viele trugen die Flagge von Palästina und auch Plakate gegen Israel waren zu sehen. Obwohl das Ganze einen friedlichen Eindruck machte und viele Polizisten vor Ort waren verzichtete ich auf das Knipsen von Fotos – ich war unter den vielen Moscheegängern etwa so auffällig wie ein Farbiger unter lauter Weissen. In den Menschenmassen fand ich den direkten Weg zum Bird Park nicht, ein Taxi war nicht auszumachen und so marschierte einfach auf gut Glück los. Kurz darauf stand ich vor dem Butterfly Park, welchen ich noch nie besucht hatte. Gerne holte ich dies nach und fand anschliessend doch noch irgendwie zum Bird Park.

Im Butterfly Park:

Im Bird Park:

Gestern Abend haben wir nach einem heftigen Gewitter den Nachtmarkt (Pasar Malam) besucht. Da gehe ich immer wieder gerne hin – es gibt Futter für die Ohren, die Augen und für den Geruchsinn, unglaublich wie da das Leben pulsiert. Zum Essen findet man viele interessante Sachen, allerdings sind sie für heikle Menschen nicht unbedingt empfehlenswert und Fleisch würde ich an so einem Ort niemals kaufen (siehe viertes Foto).
Heute waren wir von Shantini und Rajan im Royal Selangor Club zum Mittagessen eingeladen. Der Club wurde von den Briten 1884 gegründet und auch heute noch kommt nur hinein, wer Mitglied ist oder als Gast eingeladen wird. Wir haben ein ausgezeichnetes Essen genossen!

Heute haben wir einen Ausflug zu den Batu Caves (für weitere Infos klicken) gemacht. Unglaublich die Farbenpracht der Tempel und der Figuren. Zum Glück sind wir relativ früh da gewesen, trotzdem waren schon viele Gläubige und Touristen auf dem Weg zur Höhle. Beim strengen Aufstieg in der Vormittagshitze hatte es auch viele Affen, die darauf aus waren, die Leute zu bestehlen.

Über Mittag habe ich im Pool 1,2 km zurückgelegt. Danach haben wir mit Caroles Mutter ihren 92. Geburtstag gefeiert.

Den Sonntag hat Carole mit Ihrer Mutter verbracht. Ich bin derweil zum Bukit Kiara marschiert und habe den dortigen kleinen See grosszügig umrundet. Dabei war mir das Glück hold: Aus dem daneben liegenden Urwald hat sich eine Affenfamilie auf die Wiese neben der Gewässer begeben. Die Affenfamilie habe ich nur aus einem Sicherheitsabstand fotografiert. Dies aus zwei Gründen. Einerseits waren mehrere Affenbabys dabei und anderseits habe ich befürchtet, dass die Familie mich adoptieren würde 😇. Und dann hatte ich gerade nochmals Glück: Mir lief ein Waran über den Weg!

Samstags haben wir zuerst ausgeschlafen. Nachmittags haben wir das Nationalmuseum Muzium Negara mit einer sehr informativen und interessanten Ausstellung über die Geschichte Malaysias besucht. Danach liefen wir kreuz und quer durch das Chinesenviertel von KL und abends stand wieder das 42igste auf dem Programm.

Am Freitagmorgen haben wir uns nochmals mit einem Strandspaziergang vergnügt und ein letztes Mal im rund 28 Grad warmen Meerwasser – genau so warm hab ichs am Liebsten – von leichten Wellen umspülen lassen. Nachmittags mussten wir uns dann auf den Heimweg machen. Unterwegs gab einen Halt im Städtchen Teluk Intan um den leaning tower zu sehen. Der 25 Meter hohe Turm wurde Ende des 19. Jahrhunderts zur Wasserspeicherung gebaut. Ähnlich wie in Pisa war der Baugrund nicht besonders geeignet für den Bau und so hat nun halt auch Malaysia einen schiefen Turm. Der Verkehr auf dem restlichen Heimweg war unglaublich dicht, am Schluss gab sogar einen vierspurigen Stau auf der Autobahn. Trotzdem reichte die Zeit nach der Ankunft noch für einen Besuch des Pools im 42igsten.

Den Tag haben wir mit einem Spaziergang am Strand angefangen. Dazu hat uns gefühlt mitten in der Nacht der Wecker aus dem Schlaf geholt 🙁🥱.
Später am Tag haben wir ein spezielles Foto gemacht: Carole und ich waren anlässlich unserer Verlobung 1983 schon einmal auf Pulau Pangkor. Das damalige Foto haben wir nachgestellt. Man beachte: Ich benutze immer noch das gleiche Badetuch wie vor 40 Jahren – da soll mal einer sagen, ich sei nicht nachhaltig 😊

Heute hat sich die Anzahl meiner abgeschlossenen Lebensjahre um 1 erhöht. Wie alt ich geworden bin? Ha! Das gebe ich nicht so einfach preis. Wer es wissen will, darf seine grauen Zellen ein bisschen beschäftigen. Ich bin heute genau 2120 Jahre alt (im Dreiersystem) oder sonst 1000101 (im Zweiersystem). Falls ich mich verrechnet haben sollte, liegt es an der Sonne und an der Hitze. Danke an alle in der Schweiz, in Malaysia und in Australien, die mir eine Grussbotschaft geschickt haben.
Beim Frühstück haben uns zwei Hornbills Gesellschaft geleistet. Den Tag haben wir am Strand verbracht und abends haben wir in Daddy’s Café – sehr empfehlenswert, für jene, die mal hierher kommen – am Coral Beach gegessen: Carole und ihre Mutter irgendwelches Meerzeugs, für das man eine Zange brauchte, viel Arbeit investieren musste und kaum die „Schnorra“ voll hatte, und ich habe mich mit Fish and Chips verwöhnt. Am Schluss dann noch ein Brownie mit Glace.

Beim Frühstück im Sandy Spoon haben wir Livia und Caroline kennen gelernt. Caroline hat heute Geburtstag. Wir fahren am Nachmittag mit den beiden in einem Boot raus zum Schnorcheln. Das Schnorcheln selbst war eine Enttäuschung – kaum noch Korallen vorhanden, dafür viele Touristen auf kleinstem Raum. Das Interessanteste war noch eine grössere Gruppe von voll verschleierten Frauen (die haben mir richtig leid getan) zu beobachten, wie sie versucht haben trotz Schleier mit Schnorchel und Brille zu hantieren und danach in voller Montur ins Wasser sind. Muss nach dem Bad wohl sehr unangenehm sein.
Trotzdem sahen wir viele schöne Strände und interessante Felsformationen. Auf dem Rückweg haben wir am einsamen Monkey Beach für eine Stunde Halt gemacht, Strand und Meer genossen und interessante Gespräche mit Caroline und Livia geführt.
Abends haben wir dann ein üppiges indisches Mahl an einem „stall“ nahe unserem Hotel gegessen – ich bin am Schluss fast geplatzt und so haben Carole und ich nachts noch einen kleinen Standspaziergang gemacht und einen Liter Ananassaft verputzt.

Am Sonntag sind wir (Carole, Peggy, Carmae, ich und unsere Chauffeuse Sammie) um 09.30 Uhr abgefahren. Sammie hat wie immer vor der Abfahrt ein Gebet gesprochen – zum Glück, denn ohne Schutz von oben hätte die Fahrt schlecht enden können. Unterwegs hat uns ein Motorradfahrer mit Freundin auf dem Sozius überholt. Kurz vor uns hat der Trottel seinen Helm verloren, vermutlich wegen der Freundin hat er ihn nicht am Kopf befestigt. Der Helm schleuderte hoch in die Luft und kam wenige Meter vor unserem Auto auf die Fahrbahn runter bevor er wieder wie ein Ball hochspickte. Sammie musste mit Tempo 100 eine abrupte Ausweichbewegung machen um Schlimmeres zu verhindern.
Überhaupt die Töfffahrer: In der Schweiz kurven sie in Massen über die Pässe und hier machen sie sich einen Spass daraus über die Autobahnen zu rasen, natürlich in Sandalen, ohne Handschuhe und auch ohne Schutzbekleidung. Die Pneus sind nicht viel breiter als bei einem 30er-Pfupf. Manchmal kommen sie in ganzen Gruppen und fahren links und rechts an den Autos vorbei, oft auch zwischendurch und ebenso oft wechseln sie die Spuren. Einer aber schoss den Vogel ab: Um weniger Luftwiderstand abzugeben lag er bäuchlings auf seinem Töff, Arme am Lenker, Bauch auf dem Sitz und die Füsse ragten hinten raus. So schoss er mit geschätzt 130 kmh an uns vorbei (erlaubt wäre 110 kmh).
Unser Ziel war die Insel Pulau Pangkor (klicken), wo wir um 14.30 nach dreistündiger Autofahrt und etwas mühsamer Überfahrt mit der Pesonenfähre (nicht rollstuhlgängig) ankamen.

Von diesen drei Tagen gibts kaum Bilder. Eine Grippe mit starkem Husten hat mich an unsere Wohnung gefesselt. Auch Carole kämpft immer noch mit Husten. Gerade rechtzeitig klingen die Symptome leicht ab – am Sonntag reisen wir auf die Insel Pulau Pangkor. Dort werden wir bis nächsten Freitag bleiben und das Strandleben geniessen.
Aber gfrässig bin ich trotzdem. Abends gibt stets eine frisch zubereitete Waffel im Copitiam. Leider aber zieht der „Waffelmann“ um – die letzte Waffel hat er mir gratis gemacht, offenbar habe ich ziemlich traurig dreingeschaut. Carole hatte panda chuan skewers … und man beachte, wie gesund wir trinken 🥲


Am Dienstag habe ich Berjaya Times Square besucht. Berjaya Times Square ist der Name eines riesigen Einkaufszentrums (Megamall) in KL. Es wurde im Oktober 2003 eröffnet und ist mit dem South China Mall das grösste Einkaufszentrum der Welt. Die drei Millionen Besucher monatlich können in 1000 Geschäften einkaufen sowie in über 65 Restaurants essen. Außerdem beherbergt Berjaya Times Square Asiens größten Indoor-Vergnügungspark, sowie Malaysias erstes IMAX-Kino. Auf der Suche nach einer Computertasche habe ich Stunden verbracht und Kilometer zurückgelegt. Am Abend hat mich dann der Virus, der Carole schon seit Tagen plagt, erwischt. Am Mittwoch habe ich daher nur gefaulenzt und wie der Suppenkaspar Suppe von Carmae (die Betreuerin von Peggy) geschlürft.

Wer sich für Schauriges interessiert, findet zum Pudu-Gefängnis (klicken) „Futter“. Auf dem Areal hinter dem schön renovierten Eingangstor befand sich ursprünglich Urwald, dann ein chinesischer Friedhof, danach das Gefängnis und heute befinden sich dort modernste Gebäude. Unfassbar: Die Wasserversorgung basierte zu Beginn auf einem Brunnen, der unter dem Friedhof lag und mit tödlichen Viren verseucht war.

Am Sonntag haben wir nicht viel unternommen, da Carole sich nicht wohl fühlte und einen starken Husten, der sich vor allem in nächtlichen Anfällen bemerkbar machte, erwischte.
Nachdem ich an den Vortagen von The Hub aus zu Fuss die Wege zu den umliegenden LRT und MRT Bahnstationen erkundigt habe – Asia Jaya = 40 Min., Taman Paramount = 30 Min., Phileo Damansara = 25 Min. und Taman Tun Dr Ismail (TTDI; die Malaien kürzen gerne ab, vgl. KL oder PJ): 20 Min. – habe ich entschieden, dass ich inskünftig die neue TTDI-Station auf dem Weg nach KL-Zentrum nutzen werde. Am Montag bin ich ins Zentrum von Kuala Lumpur gefahren und habe mich in der Umgebung von KLCC (Abkürzung für Kuala Lumpur Congress Center) herumgetrieben, den Pasar Seni und die Petaling Street besucht. Interessant sind insbesondere die 452 Meter hohen Doppeltürme Petronas Towers (zur Erinnerung: für weitere Infos auf die unterstrichenen Begriffe klicken) und neu das PNB 118 (679 Meter hoch).
Auf meiner Stadttour legte ich mit über 23’000 Schritten 17,5 km zurück und hatte am Abend noch genügend Energie, um vor dem Nachtessen 1,2 km zu schwimmen. Wenn ich so weitermache, bin ich bald fit für die Teilnahme an der Geriatrie-Olympiade 😊.

Meine private Orientierungshilfe:


Auf der Fahrt mit der MRT von TTDI zum Pasar Seni:


Immer wieder ein Besuch wert: die Petronas Towers


Nachfolgend Aufnahmen vom PNB 118 – man beachte die Fensterputzer. Mit denen möchte ich nicht tauschen, und zwar nicht, weil sie nach dem Putzen aller Fenster gleich wieder von vorne anfangen können. Aber immerhin ein Lebensjob.

Die letzten drei Tage haben wir „gewohnt“: Carole betreute ihre Mutter und ich unternahm Spaziergänge in der Umgebung, durchforschte mit Carole Einkaufszentren (sie bestellte das neue iPhone) und schwamm fleissig im 42igsten. Am Samstag haben wir ein Charity Musical besucht. Dieses wurde präsentiert von Farah Suleiman, einer ehemaligen Schulkollegin von Carole. Dank früher Bestellung der Tickets bekamen wir Plätze in der vordersten Reihe und konnten die zweistündige Show mit Musik und Tanz in vollen Zügen geniessen. Die Künstlerinnen und Künstler machen unentgeltlich mit – der Erlös geht an Malaysias Cancer Research.

Impressionen aus der Umgebung


Was wir so alles essen und wen wir trafen:


Stimmungsbilder aus dem 42igsten:


Aus dem Musical – die gemachten Tonaufnahme lassen sich leider nicht hochladen.

Am Montag verdrücke ich wieder zwei Paus zum Frühstück im Kopitiam (setzt sich aus zwei Wörtern zusammen: Kopi (Kaffee) und Tiam (Laden). Der Besitzer bietet Getränke an (von Tee bis Bier, wobei letzteres doppelt so viel wie das Essen kostet – Malaysia ist ein muslimisches Land). food stalls mieten Plätze und bieten eine grosse Palette an sehr günstigem, aber auch gutem Essen für umgerechnet etwa 2 Franken an: Indisch, Chinesisch, Malay, Western, etc.
Den Tag verbringe ich mit einer grösseren Tour zur Digi Mall (hier findet sich alles, was mit Telefonie und Computern zu tun hat, inkl. Reparaturen) und 1,2 km Schwimmen im Pool.

Am Dienstag sind wir gefühlt mitten in der Nacht aufgestanden. Wir wurden um 06.40 von Rosalind für eine Wanderung auf einen Hügel, der mitten in der Stadt liegt, aber noch von Urwald überwachsen ist, abgeholt. In knapp 3 Stunden sind wir in zunehmender Hitze auf den Bukit Kiara (258m hoch) und zurück zum Ausgangspunkt gelaufen. Als Erinnerung blieben nebst den Bildern einige Mückenstiche.

Carole hatte heute Besuch von zwei ehemaligen Mitschülerinnen,. Ich verzog mich derweil mit einem Buch in den Dachgarten, nicht merkend, dass sehr schnell ein Gewitter aufzog. Gerade noch rechtzeitig schaffte ich es zu den Liften – kaum hatte ich die Tür geschlossen, schlug der Blitz auf dem Dach ein. Lichtblitz und sehr lauter Donner kamen gleichzeitig. Erst im Lift bemerkte ich, dass wegen dem Blitzschlag die Liftsteuerung kurzzeitig nicht mehr richtig funktionierte – und so nahm mich das Gefährt vom obersten Stock bis ins zweite Untergeschoss (anhalten war nicht möglich) und gleich wieder rauf in den 42. Stock, wo sich die Türe öffnete und eine Frau zustieg. Danach ging’s sofort wieder runter zum Parterre (anhalten immer noch nicht möglich), wo sich dann die Türe öffnete. Da drei Techniker draussen warteten, versuchte Ichs mit einem anderen der fünf Lifte und siehe da: das Ding entliess mich wunschgemäss im 30. Stock. Ob ich nächstes Mal wohl besser die Aussentreppe nehme?

Der Jetlag plagt uns immer noch leicht (wir sind der Schweizer Zeit um 6 Stunden voraus) – so gibts am Samstag den z’Morga erst gegen Mittag im Kopitiam gleich neben The Hub. Das Kopitiam ist ein „food stall“ mit grosser Auswahl – heikle Gemüter würden da wohl einen Bogen drum herum machen. Ich bekomme hier meine geliebten Paus. Nachdem ich gestern schon zwei verdrückt habe, wähle ich ich heute roti canai und Carole, na ja ….. in ein paar Tagen kann ich dann wohl auch z.B. Con Lo Mee oder Uthappam zum Frühstück essen.
Der Sonntag ist ist ein Relaxing-Tag – schwimmen oben im 42igsten, ein Spaziergang, Sonntagszeitung und Carole verbrachte den Nachmittag bei ihrer Mutter, traf sich mit Mallika und erhielt leihweise ihr altes Auto. Natürlich gibts jeweils um halb 10 nachts noch einen Schwumm.

In The Hub haben wir für die nächsten 5 Wochen eine möblierte 2-Zimmer Wohnung gemietet. Mit dazu gehört auch die Benutzung vom Schwimmbad und vom Fitnesszentrum. Kosten für alles pro Tag umgerechnet Fr. 22.50


Nach einer kurzen Nacht – wir haben nach der Ankunft am Vorabend noch ein feines Essen bestellt und unsere Koffer ausgepackt, sodass wir erst um 01.30 in Bett kamen – geniessen wir den Ausblick aus unserer möblierten Wohnung im 30. Stock. Nach dem Aufstehen gehts natürlich zuerst zum Schwimmen im Swimmingpool auf dem Dach (42. Stock).


Tagsüber machen wir erste Einkäufe im Supermarkt und geniessen unser Essen im Food Court, wo man eine riesige Auswahl hat.


Das Wohnhaus von Granny braucht dingend einen neuen Anstrich. Das kann man natürlich auch ohne Gerüst machen – man beachte die Seile, an denen der Maler hängt und den Gehilfen, der unten zieht …..

So wie dort, wo der Maler gerade am Abspritzen ist, sah die ganze Fassade aus. Zu befürchten ist, dass es in etwa 4 Jahren im feuchten Klima wieder gleich aussieht.

Unsere Reise geht am 13. um 18.13 Uhr mit dem IR 13 los. Überraschend begleiten uns Ursula und Madeleine von St. Margrethen bis zum Flughafen; sie wollten wohl sicher sein, dass wir auch wirklich abhauen. Etwas gar viel von der Unglückszahl 13 hatte der Reiseanfang schon. Ob das mit dem Flug wohl gut geht? Leider traf es die Frau im Sitz vor mir. Sie hatte rund drei Stunden nach dem Start einen Schwächeanfall, stürzte und verletzte sich dabei gravierend. Ein an Bord mitfliegender Arzt und das Flugpersonal kümmerten sich während den nächsten rund neun Stunden um die Verletzte. Als Folge erhielten die Economy-Passagiere kein Frühstück (die verletzte Frau lag vermutlich in der Bordküche) – es gab als Ersatz ein trockenes Brötchen und Tee oder Kafi, sowie eine Gutschrift von Swiss über 100$ pro Person. Erstaunliches bei der Landung: Um dem Notfallteam den Zugang durch das Flugzeug bis zur hinten liegenden Verletzten zu ermöglichen, wurden die Passagiere gebeten, nach der Landung sitzen zu bleiben. So gab es für einmal nach dem Andocken ans Gate nicht die übliche Hektik sondern alle Passagiere blieben ruhig sitzen und warteten rund 15 Minuten bis die Ärzte bei der Verletzten waren.
Im Flughafen Singapur dann eine weitere kleine Überraschung: Keine Durchsagen mehr – was für eine wohltuende Ruhe.
Trotz Verspätung erreichten wir in Singapur den Anschlussflug nach Kuala Lumpur, wo wir nach 13 Flugstunden und 11’300 km ankamen. In KL erwartete uns die bestellte Fahrerin Samy – Carole bereits von früheren Reisen bekannt – und brachte uns zu unserer Wohnung in The Hub. Letztendlich brauchten wir für die Reise von Haustür zu Haustür nur rekordverdächtige 21 Stunden. Mit Samy gab dann noch ein Foto; schliesslich bezeichnete sie mich als handsome man (gutaussehender Mann), was meinem alten Ego richtig gut tat.

Flug Zürich via Singapur nach Kuala Lumpur vom 13./14. September:
22.40 Abflug ab Zürich
19.45 Landung in Kuala Lumpur

Kuala Lumpur ist die Hauptstadt Malaysias. Mehr Informationen zu KL, wie es von den Einheimischen genannt wird, findest du hier: Kuala Lumpur

Wir haben eine Wohnung in The Hub in Petaling Jaya gebucht. Petaling Jaya, kurz PJ genannt, ist mit Kuala Lumpur zu einer riesigen Doppelstadt verbunden.