Australien Ostküste


An der Ostküste Australiens werden wir uns in den Bundesstaaten Queensland und in New South Wales aufhalten. Infos zu Australien, Queensland und New South Wales: auf das unterstrichene Wort klicken.

Nach üppigem Frühstück im Beehive Honeysuckle nahmen wir die letzte Etappe unserer Fahrt von Cairns nach Sydney unter die Räder. Rund 160 km waren noch zu fahren. Der Verkehr auf der auf Autobahn war bereits sehr dicht. Die rund 40 km quer durch Sydney auf meistens dreispurigen, engen Strassen mit vielen Ampeln und einigen Abzweigungen dauerte dann nochmals so lange wie die restliche Fahrt. Dafür war die Rückgabe vom Auto, nachdem wir den richtigen Ort endlich gefunden hatten, reibungslos. Insgesamt haben wir von Cairns bis Sydney 3360 km zurückgelegt.

Dieser Blog ist der Letzte aus Australien. Morgen Mittag geht unser Flug nach Kuala Lumpur. Im Menü Malaysia 2 folgt dann im Verlauf der Woche der nächste Eintrag.

Am Vormittag haben wir in Merewether den Surfern zugeschaut und sind anschliessend zu Caroles ehemaliger Schulfreundin Harjit gefahren. Harjit wohnt in einem Vorort von Newcastle in einem veritablen Palast. Am späteren Nachmittag sind wir weiter zu Mert, Pam, Ralph, Glenn und Pat, von denen wir uns verabschiedet haben.
Obs am 13. lag? Zuerst haben wir die Zutrittskarte zum Zimmer verloren, und dann …
In meinem vorletzten Blog habe ich festgehalten, dass ich auf dem Rest der Reise keine medizinischen Institutionen mehr besuchen werde. Meistens kommt es dann anders, und so landete ich heute bereits wieder in einer Arztpraxis. Allerdings war nicht ich der Patient, sondern Carole. Sie ist bei Harjit gestürzt und hat sich oberhalb des rechten Auges einen Cut zugezogen, der genäht werden musste. Glücklicherweise ist Harjit Mann Arzt und so fuhren wir zu seiner Praxis, wo Carole bestens versorgt wurde. Hoffentlich wird ihr Auge nicht veilchenblau, sonst denken die Leute noch, ich hätte sie geschlagen.

Am Donnerstag verabschiedeten wir uns von vielen Freunden und Verwandten und begaben uns zu unserem Hotel in Merewether. Merewether ist ein Vorort von Newcastle, ebenso wie die Halbinsel Stockton. In Newcastle wohnten wir 2004/2005, das erste Halbjahr in Stockton, danach direkt am Hafen von Newcastle CBD. Am Donnerstagnachmittag haben wir mit der Fähre nach Stockton übergesetzt und einen längeren Spaziergang zu unserem damaligen Haus Dunbarstreet 53 und an den Strand gemacht. Stockton ist ein hübsches Örtchen geworden, die Hauptstrasse erneuert und viele Häuser renoviert und herausgeputzt. Das Why Worry, ein gemütliches Lokal direkt am Meer liegend und leicht heruntergekommen, war für uns damals ein beliebter Ort zum Verweilen. Die Strandbeiz existiert immer noch, allerdings unter neuem Namen. Natürlich haben wir uns hier für einen kleinen Imbiss niedergelassen. Zurück in Newcastle sind wir zum Ocean Bath, wo wir der gewaltigen Dünung zuschauten.
Am Freitag haben wir zuerst ein Frühstück am Hafen von Newcastle verdrückt bevor wir auf den Breakwater gelaufen sind. Die Dünung war immer noch ausgesprochen stark – die  gut 5 Meter hohen Wellen haben regelmässig Wasserfontänen über den Breakwater gespritzt, ein richtiges Spektakel, nass und lärmig. Wir sahen den riesigen Kohlefrachtern zu, die im Hafen ein- und ausfuhren, genau wie vor 20 Jahren. Allerdings vermissten wir das laute, tiefe Tuten der Schiffe bei der Ein- und Ausfahrt, vermutlich ist es inzwischen verboten. Die Kohle aus dem Huntervalley geht nach China und wird dort verstromt. Vom Breakwater aus sind wir ins Zentrum von Newcastle, das sich in den letzten 20 Jahren sehr zu seinem Vorteil entwickelt hat. Manches war neu, aber das eine oder andere Lokal war noch wie vor 20 Jahren.

Am Montag sind wir von Port Macquarie rund 250 km nach Süden gefahren. Wir befinden uns nun 20 km südlich von Newcastle am Lake Macquarie, wo wir die letzten drei Tage verbracht haben. Dennis hat ein grosses Haus mit Swimmingpool, fünf Schlafzimmern und drei Bädern gemietet. Hier trafen nach und nach Onkels, Cousins und Cousinen von Carole sowie weitere Verwandte zusammen mit ihren Partnern ein. Einige übernachten auch in der Umgebung. Am Tisch sind wir jeweils bis zu 20 Personen. Viele Gespräche, viel Essen (sehr gut) und der eine oder andere Spaziergang.
Leider musste ich einmal mehr wegen meiner Ohrenprobleme zuerst zur Ear Nurse und dann auch noch zum Arzt. Das reicht mir jetzt. Ich hab mir vorgenommen, auf dem Rest der Reise von jeglichem Besuch medizinischer Institutionen abzusehen!

In New South Wales endete letzte Nacht die Sommerzeit. Die Uhren mussten eine Stunde zurück gestellt werden. Jetzt sind wir der Zeit in der Schweiz wieder 8 Stunden voraus.

An der Ostküste von New South Wales, speziell aber in der Gegend von Sydney, gab es auf Grund der Regenfälle Überschwemmungen (das war sogar dem Teletext in der Schweiz eine Meldung wert). Auch hier in Port Macquarie hat es in der Nacht und heute Vormittag wieder ziemlich geschüttet. Wir haben deshalb einen gemütlichen Vormittag im Haus verbracht und am Nachmittag nach dem Aufhellen einen Spaziergang entlang des Shelly Beaches unternommen. 

Von Nambucca Heads sind wir am Freitag weiter nach Süden gezogen. Ziel: Port Macquarie, wo wir für drei Tage bei Dennis, einem Onkel von Carole, untergebracht sind. Unterwegs haben wir einen Abstecher nach South West Rocks gemacht – trotz Regen ein weiterer traumhafter Strand. Auf der Fahrt hat es nonstop geschüttet, sodass trotz schnellster Wischstufe während der Fahrt manchmal kaum etwas zu sehen war. In Port Macquarie hat es ebenfalls den ganzen Tag intensiv geregnet und gestürmt – Regenmenge 64mm. Prompt ist dann der Strom für etwa eine Stunde ausgefallen. Abends sind wir mit Freunden von Dennis und seiner Partnerin Marie in ein Thai Restaurant im Stadtzentrum.

Heute Samstag – oh Wunder – war der Himmel blau, wenigstens vormittags. Das gab uns die Gelegenheit für einen Spaziergang auf dem Breakwater. Unterwegs fand ein Wettbewerb mit Roller-Skates statt und am Strand ein Surfwettbewerb. Entsprechend war viel Volk unterwegs, fast schon eine kleine Völkerwanderung. Viele der grossen Steinblöcke des Breakwaters waren bemalt, oft mit Erinnerungen an Verstorbene. Auch Liebeserklärungen, Heiratsanträge etc. fanden sich auf den Zeichnungen – so wurde es den Augen nie langweilig.

Heute haben wir den Regen schon vor dem Aufstehen prasseln hören und es hat den ganzen Tag nicht aufgehört. So wird es die nächsten drei Tage offenbar bleiben, vermutlich ein Ausgleich zu den vielen schönen Tagen der letzten Monate. Wir sind weitere knapp 200 km Richtung Süden gefahren. Unterwegs haben wir in der Stadt Coffs Harbour Halt gemacht und unser australisches Konto auflöst – den verbliebenen Rest liessen wir uns auszahlen. Wir werden ihn noch vor dem Flug nach Malaysia verputzen. Inskünftig habe ich mit dem Konto keine Scherereien mehr bei der Steuererklärung.
Jetzt sind wir in Nambucca Heads. Seit der Ankunft haben wir unser Hotel nicht mehr verlassen, da es wie aus Kübeln schifft. Glücklicherweise haben wir in Coffs Harbour schon gegessen.

Wolkenlos blauer Himmel. Wir haben daher einen Badetag am Main Beach von Yamba mit sünnala und bädala verbracht. Am späten Nachmittag sind wir zum Clarence River Leuchtturm gelaufen. Dieser liegt auf einer Anhöhe, von welcher man einen Ausblick über die verschiedenen Strände von Yamba hat. Wir haben von oben einigen Teenagern zugeschaut, wie sie in für uns gefährlich aussehender Brandung herumgetollt und von Felsen gesprungen sind. Wir haben ihnen unsere Bilder geschickt – sie zeigen diese bestimmt nicht ihren Müttern. Abends haben wir ein Château Briand im nahe gelegenen Restaurant gegessen und sind noch vor dem Regen wieder zurück ins Hotel. Die junge Dame, die uns freundlich bedient hat, kam aus Gossau. Das haben wir auf Grund meines und ihres deutschen Akzents herausgefunden.

Queensland haben wir heute verlassen. In New South Wales mussten wir unsere Uhren um 1 Stunde vorstellen. Der Zeit in der Schweiz sind wir damit wieder 9 Stunden voraus.

Heute morgen läutete der Wecker bereits um 06.15 😣. Dies, weil wir Burleigh Heads bereits kurz nach 7 verliessen um rechtzeitig nach Currumbin zu kommen. Wir mussten spätestens um 07.45 beim Wildlife Sanctuary sein, da wir uns für ein Frühstück mit Koalas angemeldet hatten. Zunächst aber erlebten wir das Füttern der Keilschwanzloris. Diese warteten – deutlich hörbar – bereits zu Hunderten auf ihr Frühstück auf welches sie sich mit Heisshunger stürzten. Ich denke, dass Carole und ich etwas gesitteter assen. Während unserem Essen erfuhren wir viel Wissenswertes über die Koalas. Von Zeit zu Zeit ging eine Wärterin mit einem Koala im Arm von Tisch zu Tisch. Dem Koala durfte man den Rücken streicheln. Und dann gabs noch einen Fototermin. Zuerst hielt ich für ein „Familienfoto“ ein Koala im Arm bevor Carole für das zweite Foto den Koala übernehmen durfte. Die Krallen der Koalas sind sehr scharf, Carole erhielt einen langen Kratz auf dem Bauch. Und die Notdurft müssen Koalas natürlich auch verrichten. Es hätte aber nicht unbedingt auf mein weisses Hemd sein müssen. Brünzeln wäre ja noch gegangen, aber mit Kulleraugen, Stubsnase und Unschuldsmiene hat der Koala geschissen, wenigstens nicht viel, das Meiste hat die Wärterin abgekriegt. Nach dem Frühstück mit den Koalas schauten wir im Wildlife Sanctuary der Fütterung von Pelikanen und Aalen zu und besuchten die Flugshow verschiedener Vögel. Abgerundet haben wir unseren Aufenthalt in der Wildlife Sanctuary mit einem Rundgang, auf dem wir verschiedene uns noch unbekannte Tierarten wie z.B. das Baumkänguru oder den Capybara sahen.
Am Nachmittag sind wir weitere 200 km der Küste entlang Richtung Süden gefahren. Wir befinden uns nun für zwei Tage in Yamba.

Brisbane haben wir heute Vormittag Richtung Gold Coast verlassen. In Surfers Paradise haben wir Tracey, eine Cousine von Carole getroffen. Zusammen sind wir mit dem Lift in 42,7 Sekunden zum 77. Stock des Q1-Towers in 270 Meter Höhe gefahren. Das ging so schnell, dass ich unterwegs 4x einen Druckausgleich machen musste. Das Gebäude ist mit 323 Meter Höhe der höchste Wolkenkratzer der Südhalbkugel. Von dem im 77. Stockwerk liegenden Sky-Point aus hat man einen atemberaubenden Ausblick – wir blieben gleich 2 Stunden und haben da oben unser Mittagessen mit Aussicht genossen. Obendrein hat uns Tracey noch Minigoldhasen von Lindt gebracht, welche als Dessert überaus willkommen waren. Später haben wir uns in einem gemütlichen Kaffee niedergelassen – Carole und Tracey haben geredet und geredet und geredet und geredet ……

Nach der Umstellung auf Sommerzeit in Europa sind wir der Schweizer Zeit noch 8 Stunden voraus.
Wir haben heute Vormittag die Gallery of Modern Art (GOMA) besucht und dort vor allem die Kunstwerke von Aborigines, Maori und Einwohnern der Inseln in der Torres Straight angeschaut. Die GOMA befindet sich auf dem Gelände der Expo 88, welche wir damals mit Christian (2 1/2 jährig und Esmé 1/2 jährig) besucht haben. Das Gelände ist heute nicht mehr zu erkennen. Nach dem Besuch der GOMA sind wir ins Chinesenviertel, wo wir in einem der wenigen offenen Chinesischen Restaurants gegessen haben. Nach einer kurzen Nachmittagsrast sind wir zum Queensland Performing Arts Centre in welchem das Musical „Beauty and the Biest“ aufgeführt wird. Leider und verständlicherweise darf man keine Aufnahmen machen. Das Musical hat uns beiden sehr gut gefallen.

Brisbane by Foot – erneut sind wir viele Wege gelaufen. Mit der Fähre haben wir die Stadt auch vom Fluss her gesehen. Gegen Abend standen wir vor dem Theater, wo aktuell das Musical „Beauty and the Biest“ gezeigt wird. Für die Aufführung von morgen Abend bekamen wir noch Tickets für zwei gute Plätze.

Heute sind wir knapp 14 km kreuz und quer durch Brisbane geschlendert, haben Infotafeln gelesen, die Story Bridge überquert (2x), viele Fotos geschossen und abends haben wir an einer Besinnung zum Karfreitag in der St John’s Cathedral teilgenommen. Die Besinnung dauerte über eine Stunde – die meiste Zeit sang der gemischte Lumens Chamber Choir, jeweils nur kurz unterbrochen von Lesungen. Die einzelnen Liedstücke waren sehr eindrucksvoll, schwierig zu singen und trotzdem ganz präzise vorgetragen – ein besinnlicher Einstieg in für uns besondere Osterfeiertage.
Und noch das: Vor einem Restaurant haben wir eine prominent platzierte Tafel gesehen, deren Inhalt ich nachfolgend zu übersetzen versuche.
„Gemäss den in Queensland geltenden Alkoholvorschriften dürfen am Karfreitag auch lizenzierte Restaurants Alkohol nur zusammen mit einer Mahlzeit verkaufen. Gäste dürfen im Restaurant Alkohol zusammen mit einer Mahlzeit eine Stunde vor, während und eine Stunde nach dem Essen konsumieren. Beachte: Eine Mahlzeit ist definiert als Nahrung, die eine Person an einer bestimmten Struktur, die als Tisch genutzt wird, zu sich nimmt und zwar mit Besteck, das für das Essen der Nahrung gereicht wird. Das Essen muss genügend umfangreich sein um im Normalfall als Mahlzeit akzeptiert zu werden.“
PS: Lizenzierte Restaurants sind solche, die Alkohol verkaufen dürfen

Nach weiteren rund 370 km haben wir nun Brisbane erreicht, wo wir für die nächsten vier Nächte ein Appartement gemietet haben. Unterwegs haben wir den Bruce Highway, dem wir fast seit Cairns mehrheitlich gefolgt sind, verlassen und einen Abstecher zur Sunshine Coast gemacht. Die Sunshine Coast besuchten wir 1988 zum ersten Mal, dann wieder 2005 und eben heute. In diesen Jahren hat sich Einiges verändert. Die Küste ist nun zugebaut mit vielen mehrstöckigen Appartementhäusern und Hotels. Dazwischen viele neue Einfamilienhäuser und der Verkehr ist dicht mit einem wegen der vielen Lichtsignale ständigen Stop an Go. Die Sunshine Coast hat ihren Charme unserer Meinung nach verloren. Wir sind dann wieder auf den Bruce Highway zurück. Dieser wurde seit unserem letzten Besuch zu einer Autobahn ausgebaut und so kamen wir recht schnell voran. Auch hier in Queensland gilt die Gurtentragpflicht. Wer sich nicht daran hält zahlt eine gesalzene Busse: 1191 (!) Australische Dollar (rund 700 Franken) werden fällig.

Weitere 330 km Richtung Süden haben wir heute zurückgelegt, natürlich mehrheitlich im Regen. In der Nähe von Rocky (Rockhampton) haben wir den südlichen Wendekreis einmal mehr überquert. Wir sind nun in Bundaberg, der Rum-Hauptstadt Australiens. Nach unserer Ankunft am frühen Nachmittag wollten wir das Fairymead House mit dem Sugar History Museum besuchen – es war aber schon geschlossen. Dann wollten wir ins Hinkler Aviation Museum – auch zu. Also fuhren wir zur Rum Destillerie – diese schloss kurz vor unserer Ankunft. So steuerten wir das Stadtzentrum an und schlenderten durch die weiten Gassen mit den schönen alten Häusern. In einer ehemaligen Bank, in welchem sich nun ein Restaurant befindet, haben wir indisch gegessen und sind dann zurück zum Motel. 

Kakerlaken mag ich im Fall überhaupt nicht! In unserem Zimmer von letzter Nacht hatte es mehrere und heute Morgen habe ich als Erstes drei der verflixten Dinger gesehen. Ich rufe dann jeweils Carole. Sie zieht sofort ihre Sandalen aus und päng ist die Erste damit erschlagen. Da kennt sie nichts. Zum Glück bin ich keine Kakerlake!
Wir sind heute Nacht in Yeppoon, rund 330 km südlich von Sarina Beach. Unterwegs wie angekündigt Regen und viele Wolken. Für das Fahren ist das wenigstens nicht das Schlechteste. Die Strecke war, abgesehen von der Weite der Landschaft, ziemlich ereignislos und so habe ich einige der interessanten Info- und Belehrungstafeln entlang der Strecke fotografiert.

Statt der Sonne haben uns wieder Regenwolken begrüsst. Wir sind daher bald ins Auto und weitere rund 250 km Richtung Süden gefahren. Natürlich mehrheitlich im Regen. In Mackay haben wir unsere Fahrt unterbrochen und die Stadt erkundet. Leider hat sie den Charme früherer Jahre verloren und so machten wir uns bald auf den Weg nach Sarina Beach. Beim Planen nach unserer Ankunft haben wir festgestellt, dass das Wetter an der Ostküste die nächsten Tage schlecht bleiben wird. So haben wir uns entschlossen, in den nächsten drei Tagen rund 1000 km weiter Richtung Süden zu fliehen und die Ostertage in Brisbane zu verbringen.

Am Samstag sind wir rund 440 km Richtung Süden gefahren. Unterwegs haben wir einen Abstecher nach Townsville gemacht. In Townsville ist es üblicherweise viel trockener als in Cairns, weshalb die Cairnser Townsville spöttisch als Brownsville bezeichnen. Tatsächlich hat es bis kurz vor Townsville geregnet, während unseres kurzen Aufenthalts in der Stadt kamen wir aber ohne Regenschirm aus. Auf der Weiterfahrt hat es wenige Kilometer ausserhalb Townsville wieder geregnet. In Bowen, wo wir für zwei Tage Halt machen, war es trocken und warm (31 Grad). Abends fand das Whitsunday Multicultural Festival mit viel Musik und um 20.30 Uhr mit einem Feuerwerk statt. Auf einer Wiese haben es sich die Besucher, auch viele Familien mit Kindern, gemütlich gemacht. Zur Musik konnte getanzt werden und es gab verschiedene Getränke und Speisen. Auffallend: Es wurde kein Alkohol konsumiert und Raucher sahen wir auch nicht. Dafür war die Stimmung bei den musikalischen Darbietungen eher unterkühlt und nach dem Feuerwerk gingen alle Anwesenden nach Hause.
Ein Wunder – beim Aufwachen am Sonntagmorgen schien die Sonne. Wir haben gewaschen und sind anschliessend zur Horseshoe Bay. Trotz Stinger Warnung sind wir kurz ins Meer zum Baden, da nach Meinung Einheimischer die Wassertemperatur so ist, dass die Gefahr klein sei.
Abends haben wir auf einem kurzen Spaziergang gesehen, dass die Darwin-Szenen des bekannten Films „Australia“ zu grossen Teilen hier in Bowen gefilmt wurden. Dazu wurde mit viel Aufwand der Stadt das Aussehen Darwins zur Zeit des 2. Weltkriegs „übergestülpt“. Zudem kamen viele Einwohner als Statisten zum Einsatz.

Was haben wir heute morgen als Erstes festgestellt? Richtig, es regnet. Der Regen hat uns heute den ganzen Tag begleitet, unterbrochen nur von kurzen trockenen Phasen. Eigentlich wollten wir heute in der Umgebung von Millaa Millaa den Waterfall Circuit absolvieren – wir habens dann beim Besuch eines Wasserfalls belassen, da wir genug Wasserfall von oben hatten. So haben wir die sehr fruchtbaren, grünen Tablelands verlassen und sind nach Mission Beach an der Küste gefahren in der Hoffnung dem Monsunregen zu entkommen. Leider kein Glück gehabt, auch hier regnet es und es wird in den nächsten Tagen weiter regnen. Wir werden deshalb morgen Samstag rund 450 km nach Süden fahren. Dort sollten wir dann die Sonne wieder sehen.

Juhui – es regnet nicht mehr und die Sonne mag schon fast durch die Wolken. Wir stellen daher unser Programm um und besuchen die Mossman Schlucht doch noch. Mit dem Shuttle werden wir vom Parkplatz hingefahren. Wir wandern in der Schlucht (die eher ein schmales Tal als eine Schlucht ist) durch einen Teil des Daintree Regenwaldes. Es ist sehr feucht und heiss – wir machen unterwegs einen kleinen Strip und entledigen uns eines Teils der Kleider. Vogelgezwitscher hören wir nicht da die beiden Wildbäche viel Wasser führen und entsprechend laut plätschern und tosen. Dafür werden wir mit einer ausgesprochen üppigen Vegetation entschädigt.
Auf dem Weg nach Malanda, wo wir ein Zimmer reserviert haben, sahen wir die Werbung eines Winzers von Mangoweinen. Das haben wir uns nicht entgehen lassen und einen kleinen Umweg zum Mangoweinwinzer gemacht, wo wir einen trockenen (Carole) und einen süssen (ich) Mangowein degustiert haben. Anschliessend einen Mangoschaumwein (Carole) und einen Mangoportwein (ich). Uns beiden haben die Weine sehr geschmeckt und so haben wir uns mit drei Flaschen (2xsüss, 1xPort) für die Weiterfahrt eingedeckt.
Kurz vor unserem Ziel schlug Carole einen Abstecher zu einem Curtain Fig Tree vor. Mir kam das schon Spanisch vor, ein Umweg wegen eines Feigenbaums. Als wir dort waren lohnte der Anblick den Umweg – siehe Fotos.
Während des Nachtessens in unserem Hotel gabs plötzlich einen Riesenlärm, der nicht enden wollte. Wir haben uns bei der Bedienung erkundigt – es sind Zikaden. Meine Messung ergab einen Lärmpegel von 75 Dezibel. Hoffentlich wird’s schnell kälter, dann hören sie nämlich auf.

Glücklicherweise hat der Regen in der Nacht aufgehört. So waren die Flüsse zwar randvoll, sind aber nicht über die Ufer getreten. Wir konnten unser Mietauto, einen Mitsubishi, am Flughafen in Cairns abholen. Auf der Fahrt der Küste entlang nach Port Douglas sah man allerdings Spuren der vergangenen Regenfälle. Weiter Richtung Norden kommen wir nicht mehr da die Strasse wegen der Folgen eines Zyklons gesperrt ist. Wir verzichteten wegen des schlechten Wetters auch auf den geplanten Besuch der Mossman Schlucht und besuchten statt dessen auf dem Weg nach Port Douglas Hartley’s Crocodile Adventures. Auf einer Bootsfahrt sahen wir Krokodile und deren Reaktion, wenn der Bootsführer sie mit Futter anlockte. Bei einer Schlangenschau sahen wir eine Phyton und eine giftige Black Snake. Wir erfuhren auch, wie man sich nach einem Schlangenbiss richtig verhält. Auf dem nachfolgenden Spaziergang durch den Tierpark beobachteten wir viele weitere „Viecher“ aller Art. Abends sind wir auf der Suche nach einem guten Restaurant durch Port Douglas geschlendert.

Sonne pur am Trinity Beach? Denkste! Am Sonntag hat es nur einmal nur einmal geregnet – von morgens bis abends. Montag ging es so einigermassen, immerhin konnten wir im Meer schwimmen. Heute Dienstag schifft es wieder nonstop, und zwar intensiv, typischer Monsunregen. Für alle Flüsse in der Umgebung wurde eine Hochwasserwarnung herausgegeben. Morgen müssen wir unser Mietauto am Flughafen abholen. Ob wir hinkommen wissen wir noch nicht, wir müssen einen Fluss überqueren, der Hochwasser führt und kürzlich über die Ufer getreten ist. Lassen wir uns überraschen.
Die Regenzeit der letzten Tage haben wir mit Lesen und fein Essen überbrückt. Ab morgen sind wir dann wieder unterwegs und hoffen, dass wir nicht stecken bleiben.

Trinity Beach ist ein Traumstrand. Wir haben es uns daher gestern und vorgestern hier gemütlich gemacht:  Bädala und sünnala, viel lesen, mal ein kleiner Spaziergang und sonst einfach die Zeit am Strand geniessen.
Für heute waren Wolken angesagt und so haben wir uns entschlossen, mit dem Bus ins wenige Kilometer entfernte Cairns zu fahren. Dort sind wir herumgeschlendert, haben ein Kunstmuseum besucht und längere Zeit am Markt verbracht – ein Fest für Augen, Ohren und Nase. Natürlich haben wir uns mit mehreren kg exotischen Früchten eingedeckt und vor dem Heimweg habe ich noch ein Guinness die durstige Kehle hinabrinnen lassen. Zurück am Trinity Beach sind wir ins wieder ziemlich unruhige Meer gestiegen und jetzt sitzen wir mit vielen Früchten auf unserem Balkon – es hat zu regnen angefangen und wie es aussieht wird es möglicherweise mehrere Tage so bleiben. Wir werden sehen.

Pünktlich um 11.30 hob unser Flug nach Cairns ab. Da es in Queensland keine Sommerzeit gibt, sind wir der Zeit in der Schweiz für einige Tage etwas näher gekommen – wir sind jetzt nur noch 9 Stunden voraus. Beim Einchecken gab es für mich fast das gleiche Prozedere wie so oft beim Fliegen: Ich werde immer mal wieder auf Sprengstoffspuren untersucht. So auch heute. Nach der Sicherheitskontrolle wartete ich auf mein durchleuchtetes Handgepäck, da tauchte neben mir eine uniformierte Frau auf und bat mich mit dem Handgepäck zu einer Kontrolle auf Sprengstoffspuren mitzukommen. Hier aber blieb es nicht wie schon so oft bei einem Abstrich meiner Hände. Es wurden zusätzlich an meinen beiden Handgepäckstücken, meinen Hosen- und Jackentaschen, meinem Hosengurt, meinen Kleidern und sogar an meinen Schuhe Abstriche gemacht und der Abstrich dann in einem speziellen Gerät gemessen. Resultat wie immer: negativ.

Nach unserer Ankunft sind wir zu unserem kleinen Appartement, das direkt am Strand von Trinity Beach liegt. Wegen der Würfelquallen, deren Berührung äusserst schmerzhaft oder sogar tödlich sein kann, ist vor unserem Hotel ein Stück Meer mit einem Netz gesichert. Kleinere Quallen, die Irukandji, deren Berührung auch recht schmerzhaft sein kann, kommen jedoch durch das Netz. Die anwesende Strandwache kennt die Bedingungen, unter welchen die kleinen Plaggeister kommen können und man verlässt sich darauf, dass rechtzeitig das Wasser evakuiert wird. Die Strandwache hat aber noch eine weitere Kontrollaufgabe: Es gibt hier gelegentlich Salzwasserkrokodile. Diese können über das Netz in den abgesperrten Teil kommen. Hoffentlich sieht die Strandwache die Gefahr rechtzeitig. Und als ob das noch nicht genug wäre: Manchmal tauchen auch Haie auf. Toll. Wir sind trotzdem im abgesperrten Teil ins Meer und haben mit den anrollenden, rund 1 Meter hohen Wellen gespielt. Und das Beste: Das Wasser hatte 29 Grad! Noch toller.

Heute waren wir mit einer Schulkollegin von Carole und ihrem Mann in Sydney zum Mittagessen verabredet. Danach sind wir mit der Fähre nach Manly. Die Überfahrt dauerte eine knappe halbe Sunde. In Manly sind wir quer durch das Stadtzentrum zum offenen Pazifik gelaufen. Dort befinden sich die berühmtesten Surfreviere der Stadt. Angesicht der imposanten Wellen war uns der Grund sofort klar. Allerdings befand sich wegen Bluebottles (Portugiesische Galeere)niemand im Wasser. Von Manly aus sind wir mit Fähre, Tram und Bus wieder zurück nach Malabar. Von der Fähre aus haben wir dann nochmals einige spezielle Ansichten auf Fotos verewigt. Morgen fliegen wir nach Cairns, deshalb war der Abend fürs Packen reserviert.

Um 06.30 hat uns der Wecker unsanft aus dem Schlaf geholt. Nach schnellem Frühstück sind wir zu Sydneys Central Station und von dort aus mit dem Schnellzug nach Katoomba gefahren. Die über dreistündige Reise hatte insbesondere die Three Sisters (drei Schwestern, wie im Rheintal) in den Blue Mountains zum Ziel. Wir waren vor rund 20 Jahren schon einmal da, aber damals verdeckte dichter Nebel die Sicht. Diesmal hatten wir mehr Glück. Von Katoomba aus sind wir mit dem Bus zum Echo Point gefahren, von wo aus man eine absolut einmalige Aussicht geniesst – siehe Fotos. Nachdem wir uns satt gesehen hatten, nahmen wir den Prince Henry Cliff Walk in Angriff. Der Weg führte oberhalb des Felsabbruchs mehrheitlich durch Eukalyptuswälder, immer wieder unterbrochen durch spektakuläre Lookouts. Von diesen sah man rund 200 Meter in die Tiefe auf Wälder und auf die senkrecht abfallenden Felswände. Manch ein Ausguck lag so exponiert, dass man fast Höhenangst kriegen konnte. Unterwegs sahen wir auch verschiedene seltene Vogelarten, die aber nur schwer mit dem Fotoapparat einzufangen waren. Nach rund dreistündiger Wanderung kamen wir zum nächsten Bahnhof. Wegen einer gesperrten Strasse, die wir trotzdem begangen haben, mussten wir vorher noch eine Absperrung überklettern.

Nomen est omen: Auf dem Rückweg nach Sydney hielt unser Zug in Blacktown. Kurz nach der Abfahrt hatte der Zug einen Blackout. Er blieb einfach stehen, fuhr nach ein paar Minuten wenige Meter und blieb wieder stehen. Das wiederholte sich noch drei weitere Male. Dann wurde der Zug nach Blacktown zurück geschleppt und alle Passagiere mussten den nächsten Zug nach Sydney besteigen. Der wartete auf dem Nebengleis, allerdings schon fast voll, und nun drängten die Passagiere aus unserm fast vollen Zug hinein. Wir mussten glücklicherweise nur bis zur nächsten Station stehen bevor es wieder freie Sitzplätze gab.

Durch den Nationalpark der Malabar Headland führen Wanderwege mit spektakulärem Blick auf die rund 30-50 Meter senkrecht abfallenden Klippen. Wir haben heute eine Wanderung entlang der Klippen dieses Nationalparks gemacht – der Wanderweg war sehr gut ausgeschildert und noch besser ausgebaut. Allerdings haben wir es – im Gegensatz zu andern Touristen – vermieden, direkt an den Klippenrand zu gehen. Die Klippen sind oft überhängend und die Gefahr, dass es zu einem Abbruch kommt, ist nicht zu verachten. Der Rundgang hat etwa zwei Stunden gedauert. Danach nahmen wir ein erfrischendes Meerbad, assen wir zu Viert in einem chinesischen Restaurant und haben anschliessend im Schatten im Garten von Sam und Ray gelesen und den morgigen Ausflug in die Blue Mountains geplant.

Wir waren schon mehrmals in Sydney und haben vieles gesehen – darum können wir es gemütlich nehmen. Mit Tram und Bus sind wir heute wieder ins Stadtzentrum gefahren und von dort aus zu den Botanical Gardens gelaufen. Die Botanical Gardens von Sydney sind sehr gross und excellent unterhalten. Die Vielfalt der Pflanzen ist überwältigend, es lassen sich Pflanzen aus der ganzen Welt finden. Wir haben viele Fotos geschmacht – eine Auswahl folgt unten.
Auf dem Rückweg haben wir uns mit Bier und Wein eingedeckt. Gegen Abend sind wir mit Sam und Ray zur Botany Bay zu einem kurzen Schwumm – langsam gewöhne auch ich mich an das frische Wasser und an die anschliessende Salzstängelihaut. Zurück bei „unserem“ Haus hat Carole zusammen mit Sam gekocht und ich habe mich dem Guinness hingegeben.

Heute Vormittag hat Samantha uns die Küste Richtung Sydney gezeigt. In der Watson Bay haben wir dann vor der Kulisse von Sydney ein Bad im Meer gewagt. Das Reingehen war schon recht kalt, wenn man aber mal drin war, ging’s. Ein kurzer Spaziergang hat uns zum ältesten Leuchtturm Australiens geführt. Leider war der Turm wegen Renovationsarbeiten komplett eingepackt. Auf dem Heimweg haben wir im hiesigen Oceanbath ein weiteres, sehr erfrischendes Bad genommen. Danach machten wir uns für den Besuch der Zauberflöte im Sydney Opera House bereit. Bus und Tram haben uns schnell zum Hafen gebracht, wo es (leider) Massen von Leuten hatte. Die Restaurants waren gerammelt voll und mit etwas Glück haben wir doch noch einen Platz für einen kleinen Imbiss gefunden. Bald schon mussten wir zum Opera House aufbrechen. Die Zauberflöte haben wir zum zweiten Mal gesehen, das erste mal vor vielen Jahren in Wien. Im Vergleich zu Wien war die Inszenierung recht modern. Die Leute haben immer wieder geklatscht und auch gelacht wurde viel. Die Musik, alle Lieder wurden englisch gesungen, war ein Genuss und weil die Liedtexte projiziert wurden, habe sogar ich die Lyrik verstanden.

In Sydney findet in der Townhall zur Zeit eine Banksy Ausstellung statt. Diese haben wir heute besucht. Mir hat sie nicht besonders gefallen. Es waren viele Drucke von alten Werken ausgestellt. Deren Inhalt enthielt viel Kritik an der heutigen Welt, die Beschreibung der einzelnen Werke war jedoch gut. Aber das Ganze kam doch etwas gar düster daher und war von einer lauten Kakophonie an Tönen begleitet. Ich habe vor einigen Jahren in Amsterdam eine Banksy Ausstellung gesehen, welche mir besser gefallen hat.
Neben der Townhall befindet sich die St. Andrew’s Cathedral. Diese haben wir noch vor der Banksy Ausstellung besucht und gesehen, dass dort kurz nach dem Mittag ein Orgelkonzert stattfinden wird. Das haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen, zumal mir Orgelkonzerte generell gefallen.
Wir sind dann in Chinatown noch durch die Markthalle gestreift und haben auf dem Rückweg am Strand in der Nähe von Samanthas Haus noch einen Drink genossen. Samantha hat sich uns angeschlossen, bevor sie im kalten Wasser ein (erfrischendes?) Bad genommen hat. Brrr!

Nach gemütlichem Start hat Samantha uns zu einem Einkaufszentrum gebracht, wo Carole ihre australische Telefonnummer reaktivieren konnte. Anschliessend sind wir mit Bus und Tram ins Zentrum von Sydney gefahren. Das Bezahlen vom öV läuft ganz einfach ab: Man hält beim Ein- und Aussteigen die Kreditkarte an ein Lesegerät. Bei den Zügen und den Fähren funktioniert das genau gleich. Die Tageshöchstbelastung beträgt 17.80 AUD (Montag bis Donnerstag, ca. Fr. 10.50) und 8.90 AUD (Freitag bis Sonntag, ca. Fr. 5.30). Wäre schön, wenn es in der Schweiz auch so einfach und günstig wäre!
In der Stadt haben wir uns längere Zeit am Hafen aufgehalten und den schönen Blick auf das Sydney Opera House und die Sydney Harbour Bridge (die übrigens wie in Auckland vom Volksmund als Kleiderbügel bezeichnet wird) genossen und eine Pizza verdrückt. Gegen Abend sind wir dann mit dem öV zurück nach La Perouse, unserem Wohnort gefahren.

Nach frühem Start brachte uns ein Uber-Taxi zum Flughafen Auckland. Der Abflug war leicht verspätet, die Ankunft in Sydney jedoch fast auf die Minute genau. Der dreistündige Flug verlief absolut problemlos und auch die Immigration in Sydney war erstaunlich schnell: Einer Maschine musste der Pass gezeigt werden, worauf diese meine Sprache feststellte und mich fortan deutsch durch den Meldeprozess führte. Dann hiess es den Koffer abholen und erst danach wurden wir erstmals von einer Amtsperson kurz überprüft. Ein Stempel im Pass – vergessen, (fast) alles läuft elektronisch.
Samantha, Caroles Cousine zweiten Grades, holte uns am Flughafen ab. Wir sind in ihrem kleinen aber feinen Studio untergebracht. Nach dem Auspacken fuhren wir zum Strand von La Perouse an der Botany Bay und haben unser erstes Bad im Meer seit Tasmanien absolviert – das Wasser war mir fast zu kalt, ich habe mich daher nur kurz hinein gewagt und danach durch die warme Sonne am Sandstrand wieder aufwärmen lassen.

5. März 2024
Flug von Auckland nach Sydney
11.05 Abflug ab Auckland
12.30 Landung in Sydney

13. März 2024
Flug von Sydney nach Cairns
11.35 Abflug ab Sydney
13.35 Landung in Cairns